Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Untersuchung der Kämpfe der Adivasi-Gemeinschaften in Chhattisgarh und beschreibt die Auswirkungen der staatlichen Politik, der Aufstände und der Interessen der Großunternehmen. Es ist ein gut recherchierter und informativer Bericht, der das Bewusstsein für die Notlage der indigenen Bevölkerung schärft und die Maßnahmen der Regierung in der Region kritisiert.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert, informativ und augenöffnend
⬤ dokumentiert die oft übersehenen Probleme, mit denen indigene Gemeinschaften konfrontiert sind
⬤ wirft wichtige Fragen zu Demokratie und Entwicklung auf
⬤ fördert die Empathie gegenüber indigenen Völkern und ihren Kämpfen
⬤ für politische Entscheidungsträger und allgemeine Leser gleichermaßen empfohlen.
⬤ Der Inhalt des Buches kann verärgernd und traurig sein
⬤ einige Leser können mit den Standpunkten oder Interpretationen des Autors nicht einverstanden sein
⬤ das Thema ist zutiefst erschütternd und kann für einige schwierig sein, sich damit auseinanderzusetzen.
(basierend auf 29 Leserbewertungen)
The Burning Forest: India's War Against the Maoists
Ein einfühlsamer, bewegender Bericht darüber, was indigene Bauern dazu bringt, den bewaffneten Kampf zu unterstützen, trotz schwerer staatlicher Repressionen, einschließlich verlorener Leben und zerstörter Häuser und Gemeinden
In den letzten zehn Jahren hat sich die stark bewaldete, an Mineralien reiche Region Bastar in Zentralindien zu einem der am stärksten militarisierten Gebiete des Landes entwickelt. Die Regierung bezeichnet den maoistischen Aufstand als die „größte Sicherheitsbedrohung“ für Indien. Im Jahr 2005 brannte eine staatlich geförderte Bürgerwehr, die Salwa Judum, Hunderte von Dörfern nieder und trieb ihre Bewohner in staatlich kontrollierte Lager, wobei sie sich auf Techniken der Aufstandsbekämpfung stützte, die in Malaysia, Vietnam und anderswo entwickelt wurden. Neben Vergewaltigungen und Morden wurden Hunderte von „aufgegebenen“ maoistischen Sympathisanten als Hilfskräfte rekrutiert. Der Konflikt dauert bis heute an und fordert einen hohen Tribut an Zivilisten, Sicherheitskräften und maoistischen Kadern.
Im Jahr 2007 verklagten Sundar und andere die indische Regierung vor dem Obersten Gerichtshof wegen der Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Konflikt. In einem bahnbrechenden Urteil von 2011 verbot das Gericht die staatliche Unterstützung von Bürgerwehren. The Burning Forest beschreibt diesen brutalen Krieg im Herzen Indiens und was er uns über die Gerichte, die Medien und die Politik des Landes sagt. Das Ergebnis ist eine faszinierende kritische Darstellung der indischen Demokratie.