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The Demon & the Damozel: Dynamics of Desire in the Works of Christina Rossetti and Dante Gabriel Rossetti
Eine Perspektive auf die viktorianische Kultur als Nährboden für frühe Theorien des Unbewussten und der gespaltenen Psyche entwickelnd, bietet „Der Dämon und das Damoklesschwert: Dynamics of Desire in the Works of Christina Rossetti and Dante Gabriel Rossetti“ eine neue Lesart der Literatur und der bildenden Kunst dieser bedeutenden viktorianischen Geschwister.
Suzanne M. Waldman betrachtet bekannte Gedichte und Kunstwerke wie Christina Rossettis „Goblin Market“ und Dante Gabriel Rossettis „The Blessed Damozel“ und „Venus Verticordia“ auf eine neue Art und Weise, die zeigt, dass ihre Autoren Konzepte vorweggenommen haben, die später unter anderem als Narzissmus, Fetischismus und symbolische und imaginäre Ordnungen bekannt werden sollten. Waldman unterstreicht die besondere psychoanalytische Bedeutung der Rossettis, indem er zeigt, wie die Psyche der beiden Rossetti-Geschwister durch die Konflikte zwischen den religiösen Skrupeln der Zeit und ihrem Hang zur gotischen Sensationslust gespalten wurde.
„Der Dämon und die Damozel“ ist eine genaue und kontextualisierte Lektüre ihrer Schriften und Kunstwerke, die zum ersten Mal die Kontinuität zwischen den mittelalterlichen Kosmologien, auf die sich die Präraffaeliten stützten, und den psychoanalytischen Theorien, auf die sie vorausblickten, aufzeigt und die komplizierten Muster des proto-psychoanalytischen Verständnisses im reichhaltigen Wandteppich des präraffaelitischen Ästhetizismus verortet.“