
The Servant and the Ladder: Cooperation with Evil in the Twenty-First Century
Klare Vorstellungen über die Zusammenarbeit mit dem Bösen waren nie dringender nötig als in der modernen Welt. Dennoch herrscht immer noch Verwirrung über das, was als das schwierigste Problem der Moraltheologie bezeichnet wurde.
Um die Verantwortung eines kooperierenden Akteurs zu beurteilen, muss man das Wesen des moralisch Bösen, die Definition des Gegenstands einer Handlung und die Bedeutung der Umstände und Folgen verstehen. Der Autor stellt die Geschichte des Themas vom 17. bis zum 20.
Jahrhundert dar, indem er die Debatte über den Diener und die Leiter verfolgt, eine These, die von Papst Innozenz XI.
als laxistisch verurteilt wurde. Cummings zeigt, dass es keinem Denker gelungen ist, die Frage zufriedenstellend zu klären, nicht einmal dem heiligen Alfons von Liguori, der "große Anstrengungen" unternommen hat und dem oft nachgesagt wird, er habe das Problem gelöst.
Mit Hilfe der britischen analytischen Philosophie, insbesondere der Arbeiten von G. E. M.
Anscombe, und neueren Beiträgen zur Handlungstheorie, die die Klarstellungen von Papst Johannes Paul II. ergänzen, schlägt der Autor eine neue Lösung des jahrhundertealten Rätsels vor. Dies ist in der Tat ein neuartiger Ansatz, gleichzeitig aber auch ein Aufruf, die Weisheit der vorreformatorischen katholischen Moraltradition wieder aufzugreifen.