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The Print in Early Modern England: An Historical Oversight
Das druckgrafische Repertoire des 16. und 17. Jahrhunderts in England ist historisch vernachlässigt worden, und dieses bemerkenswerte Buch korrigiert ein großes Versäumnis in der Geschichte der englischen bildenden Kunst. Es bietet einen ikonographischen Überblick über die in der frühen Neuzeit produzierten Einblattdrucke und bringt bedeutende Neuentdeckungen aus diesem visuellen Fundus ans Licht. Es veröffentlicht viele Werke zum ersten Mal und stellt sie und die relativ wenigen anderen, die den Spezialisten bekannt sind, in ihren kulturellen Kontext.
Das umfangreiche Material ist thematisch breit gefächert und innerhalb jedes Themas chronologisch geordnet. Untersucht werden Vorzeichen und Wunder, die formalen Moralvorstellungen und Lehren des Christentums, die Sekten des Christentums, visuelle Satire auf Fremde und „Andere“, innenpolitische Themen, Sozialkritik und Geschlechterrollen, Ehe und Sex sowie Zahlenreihen und verschiedene visuelle Tricks, Rätsel und Witze. Das Buch schließt mit einer Betrachtung der Bedeutung dieser Fülle von Bildmaterial für die Kulturgeschichte Englands in der frühen Neuzeit.
Veröffentlicht für das Paul Mellon Centre for Studies in British Art.