Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Erkundung der mittelalterlichen Mystikerinnen und bietet eine Perspektive auf ihre Auseinandersetzungen mit der Kirche und die kreativen Energien, die sie in ihrem Glauben verkörperten. Es dient als nachdenklicher Leitfaden und Ressource für das Verständnis ihres historischen Kontextes und ihrer spirituellen Beiträge.
Vorteile:Schön geschrieben, informativ, hervorragende Zusammenfassungen von Mystikern, eröffnet neue Perspektiven auf den Glauben, ermutigt zu persönlichem Mut in Bezug auf spirituelle Zweifel und Intuitionen, geeignet für Buchklubs.
Nachteile:Einige Leser wünschen sich vielleicht mehr Tiefe in bestimmten Bereichen oder eine weitere Erforschung des Themas.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
The Thirst of God
"Es gibt eine reiche Tradition von wunderbaren Frauen und anderen Kontemplativen, die eine große Quelle für ein neues Denken über das Christentum sind. Sie betonten die göttliche Liebe, das menschliche Mitgefühl und die radikalen Möglichkeiten der kontemplativen Praxis. Sie scheuten sich nicht, die Kirche zu kritisieren und betrachteten ihre Herausforderung als entscheidend für ihren Glauben. Wir müssen den Glauben an die wunderbare Weisheit dieser Geschichte der innigen und barmherzigen Liebe, die unter uns und in uns wohnt, nicht verlieren, wenn wir es nicht wollen.".
Aus den Danksagungen und dem Hinweis für die Leser.
Denjenigen, die einen offeneren, progressiveren Ansatz für den christlichen Glauben suchen, kann die christliche Vergangenheit manchmal wie eine Wüste erscheinen, ein leerer Raum ohne Ermutigung oder Beispiel. Doch in den letzten Jahren des Mittelalters kam es unter einer Gruppe von Mystikerinnen, die eine unmittelbare, nichthierarchische Erfahrung des Göttlichen betonten, zu einer stillen Blüte eines zugänglicheren, positiven Ansatzes für den christlichen Glauben.
In diesem aufschlussreichen Band bringt Wendy Farley das Werk von drei Mystikerinnen - Marguerite Porete, Mechthild von Magdeburg und Julian von Norwich - in ein kreatives Gespräch mit dem zeitgenössischen christlichen Leben und Denken. Von Alternativen zum herkömmlichen, gewalttätigen Verständnis des Sühneopfers bis hin zu neuen Formen der Kontemplation und des Gebets bieten uns diese Persönlichkeiten relevante Einsichten durch eine Theologie, die sich auf Gottes Liebe und Mitgefühl konzentriert. Farley zeigt, wie diese Frauen dazu beitragen können, unser Bewusstsein für die Tiefe der göttlichen Liebe, die die gesamte Schöpfung umfasst und in der Höhle eines jeden menschlichen Herzens wohnt, zu erneuern und zu erweitern.