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The European Court of Human Rights: Implementing Strasbourg's Judgments on Domestic Policy
Seit der Jahrtausendwende ist der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte der transnationale Schauplatz einer europaweiten "Rechtsrevolution". Eines der bemerkenswertesten Merkmale der Europäischen Menschenrechtskonvention und ihres hochgelobten Gerichtshofs in Straßburg sind die weitreichenden Verpflichtungen der Vertragsstaaten, den Urteilen des Gerichtshofs spürbare Wirkung zu verleihen.
Dieses Buch untersucht die innerstaatliche Umsetzung der Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte und analysiert die unterschiedlichen Umsetzungsmuster innerhalb und zwischen den Staaten. Es zeigt auch auf, wie marginalisierte Einzelpersonen, die Zivilgesellschaft und Akteure aus Minderheiten strategisch den Straßburger Gerichtshof anrufen, um staatliche Gesetze, Politiken und Praktiken anzufechten.
Diese Bottom-up-Dynamik, die die innerstaatliche Umsetzung der Menschenrechte beeinflusst, wurde in der wissenschaftlichen Literatur bisher kaum untersucht. Durch die Annahme einer interdisziplinären Perspektive versucht dieser Band, über die bestehenden, hauptsächlich juristischen und deskriptiven Studien hinauszugehen und einen Beitrag zur florierenden Wissenschaft über Menschenrechte, Gerichte und Rechtsprozesse sowie deren Auswirkungen auf die nationale Politik zu leisten.