Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 3 Stimmen.
The Fall of a Black Army Officer: Racism and the Myth of Henry O. Flipper
Leutnant Henry O. Flipper war ein ehemaliger Sklave, der zum ersten afroamerikanischen Absolventen von West Point aufstieg. Als er 1881 als Kommissar in Fort Davis, Texas, diente, wurde er der Veruntreuung und des ungebührlichen Verhaltens eines Offiziers und Gentleman angeklagt. Ein Kriegsgericht sprach Flipper von dem Vorwurf der Veruntreuung frei, verurteilte ihn jedoch wegen ungebührlichen Verhaltens. Daraufhin wurde er aus dem Dienst der Vereinigten Staaten entlassen. Der Fall Flipper wurde als eine Art amerikanische Dreyfus-Affäre bekannt, die für den Rassismus in der Armee an der Grenze steht. Da Flipper sich bemühte, seinen Namen reinzuwaschen, gingen viele davon aus, dass er wegen seiner schwarzen Hautfarbe vor Gericht gestellt worden war.
In The Fall of a Black Army Officer stellt Charles M. Robinson III diese Annahme in Frage. In dieser vollständigen Überarbeitung seines früheren Werks, The Court-Martial of Lieutenant Henry Flipper, stellt Robinson fest, dass Flipper der Autor seiner eigenen Probleme war.
Der rassistische Beigeschmack in der Flipper-Affäre wurde so allgemein akzeptiert, dass Präsident Bill Clinton Flipper 1999 posthum begnadigte. Der Fall eines schwarzen Armeeoffiziers bringt die Argumente in Bezug auf Rassismus - sowohl im Fall von Lt. Flipper als auch in der Grenzarmee im Allgemeinen - kühn über die politische Korrektheit hinaus. Das Buch ist eine gründliche und provokative Neubewertung der Flipper-Affäre, die endlich die Wahrheit ans Licht bringt, und stützt sich auf Archivrecherchen.