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The Persons Case: The Origins and Legacy of the Fight for Legal Personhood
Am 18. Oktober 1929 entschied John Sankey, Englands reformorientierter Lordkanzler, in der Rechtssache Persons, dass Frauen in den kanadischen Senat berufen werden können. Der Fall Persons wurde von der Richterin Emily Murphy aus Edmonton und vier weiteren Aktivistinnen angestrengt und richtete sich gegen den Ausschluss von Frauen aus dem kanadischen Oberhaus und gegen die Vorstellung, dass sich die Bedeutung der Verfassung nicht mit der Zeit ändern könne. Der Fall Persons betrachtet den Fall in seinem politischen und sozialen Kontext und untersucht das Leben der Hauptakteure: Emily Murphy, Nellie McClung und die anderen Mitglieder der berühmten Fünf, die Politiker, die sich der Ernennung von Frauen widersetzten, die Anwälte, die den Fall vertraten, und die Richter, die ihn entschieden.
Robert J. Sharpe und Patricia I. McMahon untersuchen den Fall Persons als einen entscheidenden Moment im Kampf für die Rechte der Frauen und als eine der wichtigsten verfassungsrechtlichen Entscheidungen in der kanadischen Geschichte. Mit seiner Entscheidung hob Lord Sankey das Urteil des Obersten Gerichtshofs von Kanada auf, wonach die Gerichte nicht von der ursprünglichen Absicht der Verfasser der kanadischen Verfassung von 1867 abweichen dürfen. Die Entscheidung, in der die Verfassung als ein lebender Baum beschrieben wurde, führte zu einer Neubewertung des Wesens der Verfassung selbst. Nach dem Fall Persons konnte sie nicht mehr als feststehend und unveränderlich angesehen werden, sondern musste als ein Dokument behandelt werden, das sich, wie Sankey es ausdrückte, in einem ständigen Entwicklungsprozess befand.
Der Fall Persons ist eine umfassende Studie dieses wichtigen Ereignisses, in der der Fall selbst, die Entscheidung des Privy Council und die tiefgreifenden Auswirkungen auf die Rechte der Frauen und die Verfassungsgeschichte Kanadas untersucht werden.