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The Television Code: Regulating the Screen to Safeguard the Industry
Der Branchenverband der Rundfunkindustrie, die National Association of Broadcasters (NAB), versuchte, die Fernsehinhalte durch ein Dokument zur Selbstregulierung, den Television Code, zu reinigen.
Der Kodex deckte alles ab, von den Geschichten, Bildern und Tönen der Fernsehprogramme (keine Obszönitäten, unerlaubter Sex und Alkoholkonsum, negative Darstellungen des Familienlebens und der Strafverfolgungsbehörden oder Respektlosigkeit gegenüber Gott und der Religion) bis hin zur zulässigen Anzahl von Werbeminuten pro Programmstunde. Sie schreibt den Sendern vor, Zeit für religiöse Sendungen vorzusehen, und hält sie davon ab, dafür Gebühren zu verlangen.
Und sie forderte eine geschmackvolle und genaue Berichterstattung über Nachrichten, öffentliche Ereignisse und kontroverse Themen. Anhand von Archivdokumenten der Federal Communications Commission, der NBC, des NAB und eines Fernsehreformers, Senator William Benton, untersucht dieses Buch die Vorgeschichte der Verabschiedung des Fernsehkodex von 1952 aus der Sicht der Regierung, der Fernsehzuschauer, der lokalen Sender, der nationalen Netzwerke und des Branchenverbands. Deborah L.
Jaramillo analysiert die konkurrierenden Motive und Ziele jeder dieser Gruppen und legt überzeugend dar, dass die NAB den Television Code entwickelt hat, um das kommerzielle Fernsehen vor Reformern zu schützen, die mehr Bildungsprogramme wollten, sowie vor Befürwortern des Abonnementfernsehens, einem alternativen Vertriebsmodell zum kommerziellen System. Jaramillo kommt zu dem Schluss, dass die NAB durch ihre Zustimmung zur Selbstzensur von Inhalten, die von Zuschauern, lokalen Sendern und Politikern als anstößig empfunden wurden, dazu beitrug, dass das kommerzielle Fernsehen über Jahrzehnte hinweg das vorherrschende Modell bleiben würde.