
The Francis Effect
Bei „The Francis Effect“ ging es darum, etwas völlig Absurdes vorzuschlagen, so absurd wie Grenzen sind. Wenn die Einwanderungsbewegung für die Tausenden von Menschen war, die dorthin gingen, so war der Franziskus-Effekt nur für eine Person, den Papst. Aber je mehr Menschen teilnahmen, desto persönlicher wurde es.“ -Tania Bruguera.
Ausgehend von einer Performance im Guggenheim Museum untersucht The Francis Effect die Arbeit von Tania Bruguera als Künstlerin, Aktivistin und lateinamerikanische Emigrantin, die sich mit der Spannung zwischen den pragmatischen, aktivistischen und ästhetischen Möglichkeiten der Kunst auseinandersetzt.
Die Performance The Francis Effect folgt dem Gewand einer politischen Kampagne mit dem Ziel, den Papst zu bitten, allen Immigranten und Flüchtlingen die Staatsbürgerschaft der Vatikanstadt zu gewähren. Als dialogisches, kollaboratives Projekt spiegelt das daraus resultierende Buch Brugueras künstlerische Praxis mit Essays, Gesprächen und Briefen von den Kuratoren und Bruguera wider. Darüber hinaus wird das Buchprojekt durch sozial engagierte Auftragsarbeiten des Kunsthistorikers Matthew Jesse Jackson, der Soziologin Saskia Sassen und des Historikers Nicolas Terpstra ergänzt.
Der Francis-Effekt ist eine bahnbrechende interdisziplinäre Diskussion über Grenzen, Pangäa, Soziologie und Religionswissenschaft. Er bietet Kunst als Mittel für sozialen Wandel und stellt dieses Werk in den Kontext seiner kreativen und kritischen Rezeption.