Bewertung:

Die Rezensionen zu „Der Geheimagent“ von Joseph Conrad zeichnen ein komplexes Bild des Romans und heben seine düsteren Themen und die komplizierte Charakterentwicklung hervor. Die Rezensenten loben Conrads meisterhaften Schreibstil und die aufschlussreiche Darstellung der menschlichen Natur, der politischen Intrigen und der moralischen Ambiguität. Einige Leser finden jedoch das Tempo langsam und die Charaktere unsympathisch, wobei die Kritik auf bestimmte Ausgaben wegen ihrer schlechten Formatierung abzielt.
Vorteile:Wunderschön geschriebene Prosa mit detaillierten Beschreibungen und Charakterisierungen.
Nachteile:Tiefe psychologische Einblicke in Motivationen und Beziehungsdynamik.
(basierend auf 172 Leserbewertungen)
The Secret Agent
Diese erschreckend prophetische Untersuchung des Terrorismus durch den Autor von Herz der Finsternis ist der literarische Vorläufer der Spionagethriller von Graham Greene und John Le Carr.
Inspiriert von einem tatsächlichen Versuch, das Greenwich Observatorium in die Luft zu sprengen, schildert The Secret Agent die Welt des späten neunzehnten Jahrhunderts in London, mit seinen törichten Beamten, korrupten Polizisten und schäbigen Unterweltfiguren wie Verloc, einem Pornographen, der als Informant der Regierung arbeitet. Verloc hat den Auftrag, die Radikalen, in deren Gruppe er eingedrungen ist, zu einem so gewalttätigen Akt zu provozieren, dass sie in Misskredit geraten und ihre Anziehungskraft auf die Massen zerstört wird. Mit seinen fragwürdigen Charakteren und amoralischen Karikaturen ist der Roman sowohl eine schwarze Satire der englischen Gesellschaft als auch ein erschreckender Spiegel der Gegenwart.
Mit einer Einleitung von E. L. Doctorow und einem neuen Nachwort von Debra Romanick Baldwin.