Bewertung:

Das Buch erforscht Konfliktlösungskonzepte, insbesondere im Zusammenhang mit Wasserstreitigkeiten, und kombiniert praktische Ratschläge mit emotionalen und spirituellen Einsichten. Es wird für seine Zugänglichkeit, seinen Unterhaltungswert und die einzigartige Perspektive des Autors gelobt, was es zu einer wertvollen Ressource für die persönliche und berufliche Konfliktmediation macht.
Vorteile:Bietet nützliche Konzepte für die alltägliche Konfliktlösung.
Nachteile:Die leicht verständliche Sprache macht es für ein breites Publikum geeignet, einschließlich Laien und Fachleute.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
The Spirit of Dialogue: Lessons from Faith Traditions in Transforming Conflict
Wir neigen dazu, Konflikte aus der Perspektive konkurrierender Interessen zu betrachten. Das Interesse eines Landwirts liegt darin, Wasser für den Anbau zu erhalten, während das Interesse eines Umweltschützers darin besteht, dass dasselbe Wasser für den Lebensraum der Flüsse genutzt wird. Es ist schwer zu erkennen, wie sich diese Interessen überschneiden. Aber was wäre, wenn es einen anderen Weg gäbe, die Bedürfnisse beider Parteien zu verstehen?
Aaron T. Wolf hat seine berufliche Laufbahn mit der Vermittlung solcher Konflikte verbracht, sowohl in den USA als auch auf der ganzen Welt. Er hat schnell gelernt, dass Menschen in Verhandlungen keine Automaten sind, die darauf programmiert sind, ihre Positionen zu verteidigen, sondern dass sie von einer komplizierten Dynamik angetrieben werden - von der Bequemlichkeit (oder Unbequemlichkeit) des Sitzungssaals bis hin zu ihrem tiefsten Selbstempfinden. Welcher Ansatz oder welches System des Verstehens könnte all diese komplexen Zusammenhänge entwirren? Wolfs Antwort mag für westliche Menschen, die daran gewöhnt sind, Religion und Wissenschaft, Rationalität und Spiritualität voneinander zu trennen, überraschend sein.
Wolf zieht Lehren aus einer Vielzahl von Glaubenstraditionen, um Konflikte zu transformieren. Wahres Zuhören, wie es von buddhistischen Mönchen praktiziert wird, kann im Gegensatz zum "aktiven Zuhören", das von vielen Mediatoren befürwortet wird, der Schlüssel zur Beruhigung der Wut eines Kollegen sein. Die Ausrichtung auf eine Energie, die über einen selbst hinausgeht, was Christen als Gnade bezeichnen würden, kann Selbstgerechtigkeit in gemeinschaftliche Besorgnis verwandeln. Die Verlagerung der Diskussion von einer Diskussion über Interessen zu einer Diskussion über gemeinsame Werte - Landwirte und Umweltschützer teilen den Wert der Liebe zum Ort - kann der Ausgangspunkt für einen echten Dialog sein.
Als Wissenschaftler beschäftigt sich Wolf mit Religion nicht im Sinne eines Dogmas, sondern für den praktischen Prozess der Transformation. Ob Atheist oder Fundamentalist, Muslim oder Jude, Quäker oder Hindu - jeder Leser, der sich auf einen schwierigen Dialog einlässt, wird konkrete Schritte zu einer Begegnung der Seelen finden.