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The Seattle General Strike
"Wir unternehmen den gewaltigsten Schritt, den die Arbeiterklasse in diesem Land je unternommen hat, einen Schritt, der dazu führen wird - NIEMAND WEISS WO! "Mit diesen Worten, die in der ganzen Stadt widerhallten, begannen am 6. Februar 1919 65.000 Arbeiter in Seattle einen der wichtigsten Generalstreiks in der Geschichte der USA.
Sechs angespannte, aber gewaltfreie Tage lang verhandelte der Central Labor Council im Namen der Werftarbeiter, deren Beschwerden die stadtweite Arbeitsniederlegung ausgelöst hatten, mit den Bundes- und Kommunalbehörden. In der Zwischenzeit organisierten die Streikenden wichtige Dienstleistungen wie die Belieferung von Krankenhäusern und Märkten sowie die Verpflegung Tausender in von der Gewerkschaft betriebenen Speiselokalen. Robert L.
Friedheims klassischer Bericht über die dramatischen Ereignisse von 1919, der erstmals 1964 veröffentlicht wurde und jetzt durch eine neue Einleitung, ein Nachwort und einen Fotoessay von James N. Gregory ergänzt wurde, beschreibt anschaulich, was geschah und warum.
Friedheim wendet sich gegen das herkömmliche Verständnis der American Federation of Labor als einer konservativen Gewerkschaftsorganisation, die sich dem reinen und einfachen Gewerkschaftswesen verschrieben hatte, und zeigt den Einfluss von Sozialisten und der IWW in der Arbeiterbewegung der Stadt. Obwohl der Streik in Seattle mit einer Enttäuschung endete, führte er zu massiven Streiks im ganzen Land, die die Richtung von Arbeit, Kapital und Regierung für Jahrzehnte bestimmten.
Der Generalstreik von Seattle ist ein spannendes Porträt eines längst vergangenen Seattle und von Ereignissen, die den Ruf der Stadt für linken Aktivismus bis ins einundzwanzigste Jahrhundert geprägt haben.