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Cleft Capitalism: The Social Origins of Failed Market Making in Egypt
Ägypten hat unter der Schirmherrschaft des Internationalen Währungsfonds, der Weltbank, von USAID und der Europäischen Kommission eine umfassende wirtschaftliche Liberalisierung durchlaufen. Doch nach mehr als vier Jahrzehnten wirtschaftlicher Reformen erfüllt die ägyptische Wirtschaft immer noch nicht die Erwartungen der Bevölkerung an ein integratives Wachstum, einen besseren Lebensstandard und hochwertige Arbeitsplätze.
Während viele Analysten auf Vetternwirtschaft und Korruption hinweisen, sieht Amr Adly die Ursachen für diese Stagnation in den sozialen und politischen Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Entwicklung. Cleft Capitalism bietet eine neue Erklärung dafür, warum die marktwirtschaftliche Entwicklung die Erwartungen nicht erfüllen kann: Die kleinen Unternehmen in Ägypten entwickeln sich nicht zu mittleren und größeren Unternehmen. Das praktische Ergebnis dieses Syndroms der fehlenden Mitte ist die kontinuierliche Aushöhlung der wirtschaftlichen und sozialen Privilegien, die die Mittelschicht und die gewerkschaftlich organisierten Arbeitnehmer einst genossen, ohne dass der Markt genügend Gewinner hervorgebracht hätte.
Dies wiederum ist der Nährboden für Entfremdung, Unzufriedenheit und schließlich für eine Revolte. Mit diesem Buch liefert Adly sowohl eine institutionelle Erklärung für das Scheitern der Marktwirtschaft in Ägypten als auch ein Licht auf die Schlüsselfaktoren der aufgehaltenen wirtschaftlichen Entwicklung im gesamten globalen Süden.