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Magic's Reason: An Anthropology of Analogy
In Magic's Reason erzählt Graham M.
Jones die verschlungenen Geschichten von Anthropologie und Unterhaltungsmagie. Die beiden Disziplinen sind nicht so weit voneinander entfernt, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Wie Jones zeigt, sind sie nicht nur etwa zur gleichen Zeit entstanden, sondern haben auch eine sich gegenseitig verstärkende Haltung gegenüber Modernität und Rationalität. Es ist zum Beispiel kein historischer Zufall, dass koloniale Ethnographen Analogien zwischen westlichen Magiern und einheimischen Ritualkünstlern herstellten, die ihrer Ansicht nach leichtgläubige Menschen in den Glauben versetzten, ihre Kunststücke seien göttlich. Anhand der Auseinandersetzung französischer Magier mit nordafrikanischen Ritualkünstlern zeigt Jones, wie die Magie in der anthropologischen Denkweise verankert wurde.
Die Anerkennung der Überreste der kolonialen Ursprünge der Magie bedeutet nicht, dass wir sie aufgeben müssen. Vielmehr entwickelt Magic's Reason durch diese radikale Neubewertung klassischer anthropologischer Ideen eine neue Perspektive auf die Verheißungen und Gefahren des interkulturellen Vergleichs.