Bewertung:

The Hermaphrodite von Julia Ward Howe ist eine einzigartige Erkundung von Geschlechtsidentität, Sexualität und Spiritualität durch die Geschichte eines intersexuellen Menschen, der als Mann aufgewachsen ist. Obwohl die Prosa wunderschön geschrieben ist und einen tiefen Eindruck hinterlässt, bleibt die Geschichte unvollständig und überlässt viel der Fantasie des Lesers.
Vorteile:⬤ Exquisite Prosa, die komplexe Themen von Geschlecht und Spiritualität einfängt
⬤ seiner Zeit voraus mit einfühlsamen Einblicken in die Kämpfe intersexueller Menschen
⬤ reiche Symbolik und Charakterentwicklung
⬤ bietet eine historische Perspektive auf die Geschlechterfluidität, die auch heute noch relevant ist.
⬤ Das Buch ist unvollendet, was die Auflösung und einige Charakterbögen ungelöst lässt
⬤ der Kontext des 19. Jahrhunderts kann die Erwartungen moderner Leser herausfordern
⬤ die Erzählung könnte für einige als langsam oder übermäßig dramatisch angesehen werden.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
The Hermaphrodite
Julia Ward Howes in den 1840er Jahren geschriebener und hier zum ersten Mal veröffentlichter Roman über einen Hermaphroditen ist anders als alles andere seiner Zeit - oder, in Wahrheit, unserer Zeit. Erzählt von Laurence, der als Mann aufgewachsen ist und als solcher lebt, von Männern und Frauen gleichermaßen geliebt wird, aber auf keine von beiden reagieren kann, erforscht diese unkonventionelle Geschichte die Erkenntnis, "dass glühende Herzen sich die Verkleidung der Kunst leihen müssen, wenn sie das Recht erlangen wollen, das innere Feuer, das sie verzehrt, in irgendeiner äußeren Form auszudrücken." Laurence beschreibt, wie er von seiner Familie verstoßen wird, wie er sich mit einer attraktiven Witwe einlässt, wie er anschließend umherwandert und sich schließlich mit einem sechzehnjährigen Jungen einlässt, wie er von einem römischen Adligen und seinen Schwestern unterrichtet wird und wie er schließlich seine frühe Liebe wiederfindet.
Seine Geschichte ist einzigartig in der amerikanischen Literatur des 19. Jahrhunderts und zugleich ein bemerkenswertes Spiegelbild eines weitgehend verborgenen Innenlebens und eine reichhaltige Erzählung über das Erwachsenwerden im Widerspruch zur eigenen Kultur. Julia Ward Howe (1819-1910) ist vor allem als die Dichterin bekannt, die die "Battle Hymn of the Republic" verfasst hat.
Ihr literarischer Ruhm wurde durch ihre spätere Rolle als Aktivistin für die Rechte der Frauen und ihre Bemühungen, Frauen für verschiedene Friedensbemühungen zu mobilisieren, noch vergrößert. Gary Williams ist Professor für Englisch an der Universität von Idaho und Autor von Hungry Heart: Das literarische Auftauchen von Julia Ward Howe.