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Competition Law's Innovation Factor: The Relevant Market in Dynamic Contexts in the Eu and the Us
In den letzten Jahren ist die Marktdefinition als Analyseinstrument des Wettbewerbsrechts unter Beschuss geraten. Wissenschaftler haben ihre Nützlichkeit und Durchführbarkeit zunehmend in Frage gestellt.
Diese Kritik wird umso deutlicher, wenn es um dynamische, innovationsgetriebene Märkte geht, die nicht den statischen Märkten entsprechen, die dem Konzept des relevanten Marktes zugrunde liegen. In diesem Buch wird diese Kontroverse aus einer rechtsvergleichenden Perspektive untersucht, wobei sowohl das EU-Wettbewerbsrecht als auch das US-Kartellrecht berücksichtigt werden.
Es untersucht die vielfältigen Möglichkeiten, wie Gerichte und Wettbewerbsbehörden in der EU und in den USA innovationsbezogene Erwägungen bei der Marktabgrenzung berücksichtigt haben, und deckt dabei Folgendes ab: innovative Produktmärkte, Produktdifferenzierung, Zukunftsmärkte, Fragen, die über die eigentliche Marktdefinition hinausgehen - wie Innovationswettbewerb, Innovationsmärkte und potenzieller Wettbewerb -, Rechte an geistigem Eigentum, innovative Anschlussmärkte und mehrseitige Plattformen. In diesem Buch wird festgestellt, dass sich die Rolle der Marktdefinition in dynamischen Kontexten in Zukunft eher auf ihre Funktion der Marktcharakterisierung als auf die Bewertung der Marktmacht konzentrieren muss.