Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende und wissenschaftliche Analyse der Kirchenstaatsfrage mit Beiträgen namhafter Autoren und klassischen Übersetzungen, die es zu einer wichtigen Quelle für die akademische Forschung machen.
Vorteile:Eingehende Analyse der Kirchenstaatsfrage, gut typisierte Darstellung, Korrektur von Online-Fehlern, Einbeziehung klassischer Texte, Vertretung angesehener Autoren und Hervorhebung von Schlüsselthemen der politischen Philosophie und Theologie.
Nachteile:Das Material ist bereits online verfügbar, und einige Leser könnten den Inhalt als dicht empfinden oder ein starkes Vorwissen in der Materie benötigen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Integralism and the Common Good: Selected Essays from The Josias (Volume 2: The Two Powers)
Wenn die katholische Kirche mit Gleichgültigkeit auf die verschiedenen politischen Formen blicken kann, so ist es umgekehrt nicht wahr, dass die politischen Gemeinschaften mit Gleichgültigkeit auf die verschiedenen Formen der "Religion" blicken können. Wie jeder Teil der Schöpfung ist auch das politische Leben - das von Gott um des zeitlichen Gemeinwohls willen geschaffen und gewollt wurde - verwundet und bedarf der Heilung durch die Gnade Gottes, in dem alles besteht und auf den es ausgerichtet werden soll.
Die Kirche ist keine Bedrohung für die weltlichen Mächte, sondern die Überbringerin einer Hoffnungsbotschaft, damit diese sich selbst verwirklichen können: Sie ruft sie auf, die Wahrheit über den Menschen zu erkennen, die ihm sein Schöpfer ins Herz geschrieben hat, und die Wahrheit, die im fleischgewordenen Wort Mensch geworden ist. Da beide von Gott kommen, sollen die beiden Mächte - die weltliche Macht der irdischen Herrscher und die geistliche Macht der Apostel und ihrer Nachfolger - in ein geordnetes Verhältnis treten, wobei jede ihr eigenes Anliegen hat, aber nur in harmonischer Zusammenarbeit gedeihen kann.
Dieser zweite Band ausgewählter Aufsätze aus Der Josias befasst sich weitgehend mit der Erläuterung der sozialen Pflichten des Menschen gegenüber der wahren Religion: kurz gesagt, mit der Bedeutung des sozialen Königtums Christi. Er geht den Implikationen der Forderung der Kirche nach Handlungsfreiheit (libertas ecclesiae) gegenüber dem falschen Prinzip der Trennung von Kirche und Staat nach und antwortet geschickt auf Einwände, die gegen diese Vision des "Integralismus" erhoben werden.