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Islam in China
In China leben bis zu 25 Millionen Muslime, was auf über 1200 Jahre chinesisch-islamischer Beziehungen hinweist. Über die historischen und aktuellen geopolitischen Beziehungen zwischen China und der muslimischen Welt sowie über die Situation der verschiedenen Gruppen von Muslimen, die heute in China leben, ist jedoch nur wenig bekannt.
In diesem Buch untersucht James Frankel die reiche und dynamische Geschichte der Muslime in China von der Tang-Dynastie (618-907) bis in die heutige Zeit. Er zeigt, dass die Muslime in China nach wie vor eine innerlich vielfältige Bevölkerung sind, die geografisch, ethnisch, sprachlich, wirtschaftlich, bildungsmäßig und entlang konfessioneller und verwandtschaftlicher Linien getrennt ist. Doch trotz ihrer eigenen lokalen Ausprägungen und Akzente ist der Islam in China als dieselbe religiöse Tradition erkennbar, die von etwa 1,8 Milliarden Muslimen weltweit praktiziert wird, und die Muslime in China sind untrennbar Teil der Gesellschaft und leben neben anderen Minderheiten und inmitten der großen han-chinesischen Mehrheit.
Dieses Buch zeichnet 1200 Jahre Geschichte nach und zeigt, dass die muslimischen Gemeinschaften in China durch die Kräfte der chinesischen Geschichte, die Entwicklung der islamischen Traditionen außerhalb Chinas und die Geopolitik einen enormen Wandel durchlaufen haben. Das Buch beleuchtet die paradoxe Situation, in der sich chinesische Muslime befinden - sie leben sowohl als Insider als auch als Außenseiter der chinesischen Gesellschaft und des Staates - und untersucht, warum Muslime in China nach so vielen Jahrhunderten der Besiedlung und Einbürgerung immer noch durch ihre vermeintlich fremde Herkunft stigmatisiert werden. Das Buch folgt dem "Yin und Yang" von Kompatibilität und Differenz sowie den Verbindungen und Brüchen zwischen zwei großen Zivilisationen.