Bewertung:

Das Buch bietet eine aufschlussreiche Untersuchung des Verhältnisses zwischen Islam und Demokratie und enthält Aufsätze von Professor Khaled Abou El Fadl und anderen Wissenschaftlern. Während viele Leser die Argumente überzeugend und den intellektuellen Diskurs anregend finden, merken einige an, dass der Inhalt komplex und ohne einen Hintergrund in Theologie oder Recht schwer zu verstehen sein kann.
Vorteile:Spannende Essays, die verschiedene Perspektiven aufzeigen, klare Argumente des Autors, wertvolle Einblicke in die Anpassung des islamischen Denkens an moderne demokratische Realitäten, intellektuell anregend.
Nachteile:Komplex und für Leser ohne theologische oder juristische Vorkenntnisse möglicherweise schwer zu verstehen, einige Beiträge anderer Wissenschaftler sind weniger beeindruckend und lassen möglicherweise Tiefe vermissen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Islam and the Challenge of Democracy: A Boston Review Book
Die Ereignisse des 11. September und der darauf folgende Krieg gegen den Terrorismus haben eine breite Diskussion über die Möglichkeit der Demokratie in der islamischen Welt ausgelöst.
Themen wie die Bedeutung des Dschihad, die Rolle der Kleriker als maßgebliche Ausleger und der Stellenwert der Menschenrechte und der Toleranz im Islam sind weltweit zum Gegenstand dringender öffentlicher Debatten geworden. Mit wenigen Ausnahmen wurde diese Debatte jedoch losgelöst von den lebendigen Argumentationstraditionen innerhalb der islamischen Theologie, Philosophie und des Rechts geführt. Islam and the Challenge of Democracy" will diesen Mangel beheben.
Das Buch verwickelt den Leser in einen reichen Diskurs über die Herausforderungen der Demokratie im zeitgenössischen Islam. Die Sammlung beginnt mit einem Leitartikel von Khaled Abou El Fadl, der argumentiert, dass die Demokratie, insbesondere eine konstitutionelle Demokratie, die die Grundrechte des Einzelnen schützt, die Regierungsform ist, die am besten geeignet ist, eine Reihe von sozialen und politischen Werten zu fördern, die für den Islam zentral sind.
Da es im Islam um die Unterwerfung unter Gott und um die Verantwortung jedes Einzelnen geht, als sein Vertreter auf der Erde zu dienen, so Abou El Fadl, gibt es keinen Platz für die von autoritären Regimen geforderte Unterwerfung unter menschliche Autorität. Dem Leitartikel folgen elf weitere Aufsätze von international angesehenen Spezialisten für Demokratie und Religion.
Sie setzen sich mit Abou El Fadls Arbeit auseinander, fordern sie heraus und setzen sich mit ihr auseinander. Zu den Autoren gehören John Esposito, Muhammad Fadel, Noah Feldman, Nader Hashemi, Bernard Haykel, Muqtedar Khan, Saba Mahmood, David Novak, William Quandt, Kevin Reinhart und Jeremy Waldron.