Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende psychologische Analyse des Jokers und untersucht seine Veränderung im Laufe der Zeit sowie die Auswirkungen seiner Figur in der Comic- und Massenkultur. Es wird für seine aufschlussreichen Essays hoch geschätzt, auch wenn einige Leser den Stil eher als Lehrbuch denn als Erzählung empfanden.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet wertvolle Einblicke in den Charakter des Jokers, wodurch es sich für psychologische Studien eignet. Es ist unterhaltsam für alle, die sich für die tieferen Bedeutungen von Comics und Superhelden interessieren, und es trägt wesentlich zum Verständnis der Entwicklung des Jokers bei.
Nachteile:Einige Leser hatten den Eindruck, dass der Schreibstil eher einem Meinungsartikel als einer ernsthaften Fallstudie ähnelt. Für diejenigen, die ein eher erzählerisch orientiertes Buch suchen, ist es möglicherweise nicht geeignet, da es sich wie ein Lehrbuch liest.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Joker: A Serious Study of the Clown Prince of Crime
Neben Batman, Spider-Man und Superman ist der Joker eine der bekanntesten Comicfiguren der Populärkultur. Während sich die Wissenschaft intensiv mit Superhelden befasst hat, wurde bisher nur sehr wenig zum Verständnis von Superschurken getan.
Dies ist die erste akademische Arbeit, die eine umfassende Studie über diesen Bösewicht liefert und zeigt, warum der Joker für das heutige Publikum so relevant ist. Batmans Feind ist seit 1966 in Tausenden von Comics, zahlreichen Zeichentrickserien und drei großen Spielfilmen aufgetaucht. Eigentlich debütierte der Joker in DC Comics Batman 1 (1940) als typischer Gangster, aber die Figur entwickelte sich stetig zu einer der bedrohlichsten in der Geschichte der sequentiellen Kunst.
Batman und der Joker schienen sich fast als Gegensätze zu definieren, als Held und Feind, in einer Art psychologischer Dualität. Wissenschaftler aus einer Vielzahl von Disziplinen betrachten den Joker durch die Brille von Spielfilmen, Videospielen, Comics, Politik, Magie und Mystik, Psychologie, Animation, Fernsehen, Performance Studies und Philosophie.
Als erster Band, der den Joker als komplexes kulturelles und medienübergreifendes Phänomen untersucht, trägt diese Sammlung zu unserem Verständnis der Rolle bei, die Comic- und Filmschurken in der Welt spielen, und der Art und Weise, wie verschiedene Medien ihre Interpretation beeinflussen. Indem sie den Clown Prince of Crime mit so unterschiedlichen Denkrichtungen wie Karl Marx und Friedrich Nietzsche in Verbindung bringen, zeigen die Autoren, auf welch erschreckende Weise wir die Monster bekommen, die wir brauchen.