
The Jew as Legitimation: Jewish-Gentile Relations Beyond Antisemitism and Philosemitism
Dieses Buch zeichnet das historische Phänomen des "Juden als Legitimation" nach. Die Autoren erörtern, wie Juden im Laufe der Zeit dazu benutzt wurden, nicht-jüdische Überzeugungen zu bestätigen. Der Band seziert die Dilemmata und Herausforderungen, die dieses Muster für Juden mit sich brachte.
Im Laufe der Geschichte haben Juden und das Judentum dazu gedient, den Glauben von Nichtjuden zu legitimieren. Juden dienten Augustinus als Zeugen für die Wahrheit des Christentums, den christlichen Kabbalisten als Quelle für protestantische Wahrheiten, als Argument für die aufgeklärte Forderung nach Toleranz, als Mittelpunkt der modernen christlich-zionistischen Verehrung und als Waffe des zeitgenössischen Rechtspopulismus gegen die Angst vor einer Islamisierung.
Dieser Band stellt das Verständnis der jüdisch-jüdischen Beziehungen in Frage und bietet eine Gegenperspektive zu Diskursen über Antisemitismus und Philosemitismus.