Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte und aufschlussreiche Analyse der frühen 1980er Jahre, insbesondere im Hinblick auf die Dynamik zwischen der Reagan-Administration und der UdSSR, und stellt frühere Auffassungen über das Ende des Kalten Krieges in Frage.
Vorteile:Die sorgfältige Recherche mit neuen Archivfunden, der fesselnde Schreibstil und die umfassenden Informationen auf 139 Seiten bieten eine neue Perspektive auf den späten Kalten Krieg.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine nennenswerten Nachteile erwähnt; ein Leser war zunächst skeptisch gegenüber der Argumentation des Autors, wurde aber schließlich überzeugt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Engaging the Evil Empire: Washington, Moscow, and the Beginning of the End of the Cold War
In einem erzählerisch neu definierten Ansatz verändert "Engaging the Evil Empire" unsere Sichtweise auf den Beginn des Endes des Kalten Krieges auf dramatische Weise. Simon Miles verfolgt die Schlüsselereignisse in den Beziehungen zwischen den USA und der Sowjetunion in den Jahren zwischen 1980 und 1985 und zeigt, dass das verdeckte Engagement offenen Gesprächen wich, als beide Supermächte feststellten, dass offene Diplomatie das beste Mittel war, um ihre eigenen, immer noch in erster Linie konkurrierenden Ziele zu erreichen. Miles schildert die Geschichte dieser dramatischen Jahre, in denen Präsident Ronald Reagan konsequent einen disziplinierten Ansatz mit Zuckerbrot und Peitsche verfolgte, indem er Moskau die Hand reichte und gleichzeitig das sowjetische System anprangerte und die militärischen Fähigkeiten der USA ausbaute.
In diplomatischen Kreisen herrscht die Meinung vor, dass der Beginn des Endes des Kalten Krieges auf veränderte politische Präferenzen zurückzuführen sei und dass sich insbesondere Präsident Reagan für einen versöhnlicheren und weniger kriegerischen diplomatischen Ansatz entschieden habe. In Wirklichkeit, so zeigt Miles deutlich, waren Reagan und hochrangige Beamte im Nationalen Sicherheitsrat zu dem Schluss gekommen, dass die USA über einen strategischen Spielraum verfügten, der es ihnen erlaubte, Moskau offen anzugreifen.
Die große Strategie der USA entwickelte sich ebenso wie die der Sowjetunion. Engaging the Evil Empire deckt fünf kritische Jahre der Geschichte des Kalten Krieges ab, in denen die sowjetische Führung versuchte, die Spannungen zwischen den beiden Nationen abzubauen, um sich wirtschaftlichen Spielraum zu verschaffen und, um innenpolitische Stabilität zu gewährleisten, den Ausgaben für Butter gegenüber denen für Waffen den Vorrang zu geben. Miles' kühne Erzählung verlagert den Fokus der Historiker des Kalten Krieges weg von der ausschließlichen Betrachtung Washingtons, indem er sich auf die Jahre der Rückkanal-Kommuniqués und internen Strategiedebatten in Moskau sowie in Prag und Warschau konzentriert.