Bewertung:

In den Rezensionen wird „The Kremlinologist“ als eine tiefgründige und fesselnde Biografie von Llewellyn Thompson, einer Schlüsselfigur der Diplomatie des Kalten Krieges, hervorgehoben. Das von seinen Töchtern geschriebene Buch bietet persönliche Einblicke sowohl in seine beruflichen Leistungen als auch in sein Privatleben und fängt die Essenz einer Zeit ein, in der die Diplomatie eine entscheidende Rolle in den globalen Beziehungen spielte. Die Erzählung wird für ihre detaillierte Recherche, ihre fesselnde Erzählweise und ihre Relevanz für aktuelle Themen der Diplomatie gelobt.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, sehr informativ und bietet eine einzigartige Perspektive auf die Diplomatie des Kalten Krieges. Es enthält persönliche Anekdoten, die den historischen Kontext vertiefen, so dass es für allgemeine Leser zugänglich und für Fachleute dennoch wertvoll ist. Die gründliche Recherche der Autoren und die fesselnde Erzählung machen das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis, und viele Rezensenten fanden es relevant für aktuelle geopolitische Fragen.
Nachteile:Einige Leser merkten an, dass die familiäre Perspektive zu einer verehrenden Sichtweise auf Thompson führen könnte, die eine kritische Analyse überlagern könnte. Außerdem könnte die Länge des Buches für einige Leser abschreckend sein, aber es wird dennoch als lohnend beschrieben.
(basierend auf 27 Leserbewertungen)
The Kremlinologist: Llewellyn E Thompson, America's Man in Cold War Moscow
Eine Eule in der Welt des Falken: Der Spitzendiplomat Llewellyn E. Thompson war überall, wo der Kalte Krieg war.
Preisträger des New Mexico/Arizona Book Award für die beste Biografie
Gewinner des New Mexico/Arizona Book Award für die beste Biografie
Vor dem weitläufigen Hintergrund des Kalten Krieges lässt der Kremlinologe einige der größten Konflikte des 20. Jahrhunderts aus der Sicht des am härtesten arbeitenden Diplomaten, Llewellyn E. Thompson, Revue passieren. Von der Wildnis des amerikanischen Westens bis hin zu den heiligen Hallen des Weißen Hauses und des Kremls wurde Thompson zu einem wichtigen Berater der Präsidenten und zu einem der Hauptakteure bei wichtigen globalen Ereignissen, darunter die Kubakrise und der Vietnamkrieg. Doch im Gegensatz zu seinen Zeitgenossen Robert S. McNamara und Dean Rusk, die Thompson für einen der wichtigsten Akteure des Kalten Krieges und den unbesungenen Helden der Kubakrise hielten, war er bisher nicht Gegenstand einer größeren Biografie - bis jetzt.
Thompsons Töchter Jenny und Sherry Thompson dokumentieren gekonnt und gründlich sein Leben als erfolgreicher Karrierediplomat. In lebhafter Prosa beschreiben sie, wie Thompson in den Auswärtigen Dienst eintrat, um seine Abenteuerlust zu befriedigen und aus einem tiefen Pflichtgefühl heraus. Sie schildern auch die entscheidende Rolle, die er als kompromissbereiter Verhandlungsführer spielte. Im Außenministerium als "Mr. Tightlips" bekannt, war Thompson der Inbegriff von Diskretion. Menschen von völlig entgegengesetzten Enden des politischen Spektrums lobten seinen Ansatz der Diplomatie und machten ihn sich zu eigen.
Die Thompsons widerlegen historische Fehlinterpretationen der Berlin-Krise, des österreichischen Staatsvertrags und der Kuba-Krise und erzählen die faszinierende Geschichte ihres Vaters. Mit beispiellosem Zugang zu Thompsons FBI-Akte, Personalakten des Außenministeriums, Briefen, Tagebüchern, Reden und Dokumenten sowie mit Hilfe von Interviews und großzügiger Unterstützung amerikanischer und russischer Archivare, Historiker und Regierungsbeamter bringen die Autoren neues Material ans Licht, darunter wichtige Informationen über die U-2, Kennans Eindämmungspolitik und Thompsons Rolle in der verdeckten Operationsmaschinerie der USA.
Diese einzigartige und monumentale Biografie stellt nicht nur eine zentrale Figur der Geschichte wieder her, sondern macht die entscheidenden Ereignisse, die er geprägt hat, einer breiteren Leserschaft zugänglich und bietet dem heutigen Leser einen Hintergrund für das Verständnis der angespannten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Russland, die auch heute noch bestehen.