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The Crusade of 1456: Texts and Documentation in Translation
Im Juli 1456 zog ein großes türkisches Heer vor Belgrad ein, einer alten Stadt am Zusammenfluss von Donau und Save. Anführer der Armee war der 21-jährige osmanische Sultan Mehmed II., der Eroberer, der nur drei Jahre zuvor Konstantinopel erobert hatte. Nun versuchte er, eine der strategisch wichtigsten Festungen in ganz Südosteuropa einzunehmen. Drei Wochen später befand sich Mehmeds Armee auf dem Rückzug und wurde von einem erfahrenen ungarischen Kriegsherrn und seiner Armee zusammen mit einer zusammengewürfelten Truppe schlecht ausgerüsteter Kreuzritter aus Belgrad vertrieben. .
In The Crusade of 1456 versammelt James D. Mixson die wichtigsten Primärquellen, um sowohl die Ereignisse zu verstehen, die zur Belagerung der Stadt Belgrad führten, als auch die Art und Weise, wie diese Ereignisse in der europäischen Erzählung und Erinnerung weiterlebten. Diese Quellen - die hier fast alle zum ersten Mal übersetzt werden - fordern den Leser durch ihre Vielfalt heraus: päpstliche Dekrete, Briefe, Liturgien und Chroniken aus lateinischer, byzantinischer und osmanischer Sicht. Sie konfrontieren den Leser auch mit den Schwierigkeiten der Interpretation: die Produktion und die Resonanz der Kreuzzugspropaganda, die Komplexität der Quellen von Augenzeugen und der langfristige Prozess der Umwandlung von Erzählungen und Texten in das kulturelle Gedächtnis. Das Buch enthält außerdem eine leicht verständliche Einführung, Zeitleisten und Karten. .
Der Kreuzzug von 1456 beleuchtet die vielen komplexen Zusammenhänge der spätmittelalterlichen Militär-, Diplomatie- und Kulturgeschichte und bietet Zugang zu einer der interessantesten und doch vernachlässigten Geschichten in der Geschichte der Kreuzzüge.