Bewertung:

THE WAR ON NEIGHBORHOODS bietet einen detaillierten Einblick in die systemische Ungerechtigkeit in städtischen Vierteln, insbesondere in der West Side von Chicago. Die Autoren Ryan Lugalia-Hollon und Daniel Cooper untersuchen die Auswirkungen der Strafjustiz auf marginalisierte Gemeinschaften und zeigen die durch diese Politik verursachte Zerstörung von Generationen auf. Sie bieten fesselnde Erzählungen von Anwohnern und fordern einen Paradigmenwechsel in der Politik hin zu gemeinschaftsbasierten Lösungen. Das Buch ist sowohl eine Kritik an den derzeitigen Systemen als auch ein Hilfsmittel zum Verständnis und zur Bewältigung dieser kritischen Probleme.
Vorteile:Das Buch ist gründlich recherchiert, gut geschrieben und enthält persönliche Erzählungen, die den Leser mit dem Thema verbinden. Es schärft das Bewusstsein für den systemischen Rassismus, bietet Hoffnung durch gemeinschaftsbasierte Lösungen und stellt einen Aufruf zum Handeln für politische Veränderungen dar. Die Leser empfanden es als aufschlussreich und als notwendige Lektüre, um die komplexen Zusammenhänge von städtischer Armut und Polizeiarbeit zu verstehen.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass das Buch Themen behandelt, die bereits von anderen Wissenschaftlern behandelt wurden, und dass die vorgeschlagenen Lösungen nicht detailliert genug sind. Es gibt Bedenken, ob die vorgeschlagenen gemeindebasierten Lösungen nicht ungewollt zu Korruption führen könnten. Darüber hinaus wiesen einige Rezensenten darauf hin, dass die angebotenen Lösungen detaillierter sein müssten.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
The War on Neighborhoods: Policing, Prison, and Punishment in a Divided City
Eine erzählerische Erkundung der Polizeiarbeit und der Bestrafung von Benachteiligung in Chicago sowie eine neue Vision für die Reparatur von Stadtvierteln
Für People of Color, die in segregierten Stadtvierteln leben, ist das Überleben von Kriminalität und Gewalt eine generationenübergreifende Realität. Während die Gewalt in Städten wie New York und Los Angeles in den letzten Jahren zurückgegangen ist, hat sie in vielen Gemeinden Chicagos in alarmierendem Ausmaß weiter zugenommen. Gleichzeitig haben die Bewohner dieser Gemeinden jahrzehntelang einige der höchsten Raten an Verhaftungen, Inhaftierungen und polizeilichen Übergriffen im ganzen Land ertragen müssen. The War on Neighborhoods argumentiert, dass diese Trends zusammenhängen. Die Kriminalität in Chicago, wie auch in vielen anderen US-Städten, wurde durch ein unzureichendes Konzept für die öffentliche Sicherheit in benachteiligten Stadtvierteln angeheizt. Fast vierzig Jahre lang haben die Verantwortlichen versucht, Frieden durch Bestrafung zu schaffen, indem sie Milliarden von Dollar in die Verbrechensbekämpfung investiert haben, und zwar hauptsächlich in eine kleine Gruppe von Stadtvierteln im Westen und Süden der Stadt. In der Zwischenzeit hatten diese Stadtteile Schwierigkeiten, Investitionen in Grundbedürfnisse wie Arbeitsplätze, Wohnraum, Bildung und psychologische Versorgung aufrechtzuerhalten.
Wenn die Hauptinvestition in ein Gemeinwesen in Polizeiarbeit und Inhaftierung besteht und nicht in menschlicher und gemeinschaftlicher Entwicklung, läuft das auf einen „Krieg gegen die Nachbarschaft“ hinaus, der letztlich Armut und Benachteiligung fördert. Die langjährigen Chicagoer Wissenschaftler Ryan Lugalia-Hollon und Daniel Cooper erzählen die Geschichte einer dieser Gemeinden, eines Viertels in Chicagos West Side, das für viele mehrheitlich schwarze Viertel in US-Städten beispielhaft ist. Anhand von strengen Daten und eindrucksvollen Geschichten erklären die Autoren, warum Bestrafung niemals Frieden schaffen wird und warum wir die Art und Weise, wie öffentliche Gelder in die Sicherheit von Orten investiert werden, überdenken müssen.
The War on Neighborhoods“ plädiert für eine revolutionäre Reform unseres Modells der öffentlichen Sicherheit, die sich auf die Stärkung der Institutionen in den Stadtvierteln und die Bekämpfung der Auswirkungen von Traumata und Armut konzentriert. Die Autoren fordern einen tiefgreifenden Wandel in der Art und Weise, wie wir über Investitionen in städtische Gemeinschaften denken - weg von der perversen Fehlinvestition in Polizeiarbeit und Inhaftierung und hin zu einem Modell, das in die Entwicklung von Menschen und Gemeinschaften investiert.