Der ländliche Süden neu gestalten: Interrassismus, christlicher Sozialismus und genossenschaftliche Landwirtschaft im Jim-Crow-Staat Mississippi

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Der ländliche Süden neu gestalten: Interrassismus, christlicher Sozialismus und genossenschaftliche Landwirtschaft im Jim-Crow-Staat Mississippi (Hunt Ferguson Robert)

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Originaltitel:

Remaking the Rural South: Interracialism, Christian Socialism, and Cooperative Farming in Jim Crow Mississippi

Inhalt des Buches:

Dies ist die erste Studie in Buchform über die Delta Cooperative Farm (1936-42) und ihre Nachfolgerin, die Providence Farm (1938-56). Die beiden intentionalen Gemeinschaften stützten sich auf internationalistische Praktiken des genossenschaftlichen Kommunalismus und stellten sich pragmatisch gegen die Jim-Crow-Segregation und die Plantagenarbeit. Im Winter 1936 siedelten sich zwei Dutzend schwarze und weiße ehemalige Farmpächterfamilien auf etwa zweitausend Hektar Land im ländlichen Mississippi-Delta an, einer der isoliertesten und repressivsten Regionen des Landes. So begann ein zwanzigjähriges Experiment - über zwei Gemeinden hinweg - in Bezug auf Rassenmischung, christlichen Sozialismus, genossenschaftliche Landwirtschaft sowie bürgerlichen und wirtschaftlichen Aktivismus.

Robert Hunt Ferguson erinnert an die Entstehungsgeschichte von Delta und Providence: wie sie nach dem Vorbild genossenschaftlicher Farmen in Japan und Sowjetrussland entstanden sind und wie sie als Reaktion auf die Ausbeutung enteigneter Kleinbauern entstanden. Obwohl es sich bei den Mitarbeitern, Freiwilligen und Bewohnern um ganz normale Menschen handelte - eine Mischung aus christlichen Sozialisten, politischen Linken, Gewerkschaftern und Pächtern - wurden die Farmen von führenden Persönlichkeiten wie dem Philanthropen Sherwood Eddy, der das Land erwarb, dem Pädagogen Charles Spurgeon Johnson und dem Theologen Reinhold Niebuhr unterstützt, die als Treuhänder fungierten. Auf diesen Farmen entwickelten die Bewohner eine genossenschaftliche Wirtschaft, betrieben eine Gesundheitsstation ohne Rassentrennung, hielten rassenübergreifende Gottesdienste und Gewerkschaftstreffen ab und verwalteten eine Kreditgenossenschaft. Ferguson schildert, wie eine Reihe von Faktoren im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg die Schließung von Delta erzwang, während Providence schließlich dem wirtschaftlichen Boykott und der Bedrohung durch weiße Rassisten von außen erlag.

Remaking the Rural South (Der ländliche Süden neu gestalten) zeigt, wie eine kleine Gruppe engagierter Menschen die hegemonialen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen herausforderte, indem sie ihrem Alltag nachging. Weit davon entfernt, in einer geschlossenen Gesellschaft zu leben, engagierten sich die Aktivisten in Delta und Providence in einer lokalen Bewegung mit nationalen und internationalen Wurzeln und Auswirkungen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780820358802
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:234

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