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The Last Nahdawi: Taha Hussein and Institution Building in Egypt
Taha Hussein (1889-1973) ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten Ägyptens. Als Absolvent von al-Azhar, der ältesten ägyptischen Universität, als Beamter und öffentlicher Intellektueller und schließlich als ägyptischer Minister für öffentliche Bildung war Hussein von zentraler Bedeutung für wichtige soziale und politische Entwicklungen in Ägypten während der parlamentarischen Periode zwischen 1922 und 1952.
Hussein war maßgeblich an der Einführung einer neuen säkularen Universität und einer aufkeimenden Presse in Ägypten beteiligt und spielte eine herausragende Rolle in den öffentlichen Debatten über Nationalismus und die Rolle von Religion, Frauen und Bildung bei der Schaffung einer modernen, unabhängigen Nation - bis heute wird er bewundert und kontrovers diskutiert. The Last Nahdawi ist die erste Biografie über Hussein, in der seine intellektuelle Einstellung und sein öffentlicher Werdegang gleichermaßen ernst genommen werden. Hussam R.
Ahmed untersucht Husseins Handlungen vor dem Hintergrund seiner komplexen Beziehungen zum ägyptischen Staat, zum religiösen Establishment und zur französischen Regierung und zeigt den kulturellen Einfluss des modernen Ägyptens in der arabischen und islamischen Welt innerhalb der verschiedenen strukturellen Veränderungen und politischen Prozesse der parlamentarischen Periode. Ahmed bietet sowohl eine Geschichte der modernen Staatsbildung, die aufzeigt, wie der ägyptische Staat zu einem so starken Einfluss auf Kultur und Bildung kam, als auch eine fesselnde Untersuchung des Lebens des berühmtesten Intellektuellen des Landes.