Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
The Shaman's Wages: Trading in Ritual on Cheju Island
Im Gegensatz zur bisherigen Forschung über den koreanischen Schamanismus, die sich auf die Mansin auf dem koreanischen Festland konzentriert, bietet The Shaman's Wages die erste eingehende Studie über die Simbang, die erblichen Schamanen auf der Insel Cheju an der Südwestküste der Halbinsel.
In dieser fesselnden Ethnografie, die durch umfangreiche historische Recherchen bereichert wird, untersucht Kyoim Yun die weit verbreitete und anhaltende Ambivalenz gegenüber den Praktizierenden, deren Dienste seit langem nachgefragt, aber von schamanenfeindlichen Kommentatoren und gelegentlich auch von ihren Klienten als verschwenderisch verspottet werden. Fasziniert von den Unstimmigkeiten zwischen Simbang und ihren Klienten über Honorarverhandlungen, machte sich Yun auf die Suche nach dem tief verwurzelten Erbe der Verurteilung oder Verharmlosung der Eigeninteressen der Praktizierenden, von der Säuberung der Schreine durch einen neokonfuzianischen Gouverneur während der Chosŏn-Dynastie bis hin zur jüngsten Umwandlung eines Gemeinschaftsrituals in eine von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannte Praxis.
Anhand einer Fülle von Beobachtungen aus erster Hand zeigt sie, wie simbang den rituellen Austausch von alltäglicheren Vorgängen wie Tauschhandel, Kauf, Bestechung und Geschenken unterscheidet, und erklärt, warum rituelle Angelegenheiten dennoch zwangsläufig heikel sind. Diese originelle Studie beleuchtet die Verflechtung von Religion und Wirtschaft in der schamanischen Praxis auf der Insel Cheju.