Bewertung:

Das Buch ist eine komplexe, halb-autobiografische Erzählung über den Kampf eines Mannes mit Depressionen und seine Beziehungen zu seiner Familie, die durch sein Scheitern, zum Comiczeichnen zurückzukehren, noch verstärkt wird. Während einige Leser die einzigartige Erzählweise und Tiefe des Buches schätzen, finden andere es deprimierend und kritisieren die Darstellung der Familiendynamik.
Vorteile:Gut gezeichnetes Artwork, unterhaltsamer und ungewöhnlicher Erzählstil, großartiges Storytelling von Yoshiharu Tsuge und ein bedeutender Einfluss auf die japanische Comicindustrie.
Nachteile:Deprimierende Themen, Darstellung von Familienbeziehungen kann negativ sein, Fälle von Frauenfeindlichkeit und Zynismus, Mangel an realistischer Charakterisierung der Nebenfiguren.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
The Man Without Talent
Die autobiografische Graphic Novel einer japanischen Manga-Legende über einen kämpfenden Künstler und das erste vollständige Werk des großen Yoshiharu Tsuge, das in englischer Sprache vorliegt.
Yoshiharu Tsuge ist einer der berühmtesten und einflussreichsten Comic-Zeichner, aber sein Werk war für das englischsprachige Publikum bisher fast völlig unerreichbar. The Man Without Talent, sein erstes Buch, das ins Englische übersetzt wurde, ist ein gnadenloses Selbstporträt der Frustration. Tsuge schwört dem Zeichnen als Beruf ab und nimmt eine Reihe von unkonventionellen Jobs an - Verkäufer von gebrauchten Kameras, Fährmann und Steinsammler - in der Hoffnung, unter den Gaunern, Spekulanten und Gammlern, mit denen er Geschäfte macht, Erfolg zu haben.
Stattdessen scheitert er immer wieder, kann seine Familie nicht ernähren und erntet nur ihre und seine eigene Verachtung. Das Ergebnis ist ein trocken-komischer Blick auf die Tücken des kreativen Lebens und ein schräges Porträt des modernen Japan. Begleitet von einem Essay des Übersetzers Ryan Holmberg, der Tsuges Bedeutung für Comics und die japanische Literatur erörtert, ist Der Mann ohne Talent eines der großen Werke der Comic-Literatur.