Der Markt für Vögel: Kommerzielle Jagd, Naturschutz und die Ursprünge des Wildtierkonsumismus, 1850-1920

Bewertung:   (5,0 von 5)

Der Markt für Vögel: Kommerzielle Jagd, Naturschutz und die Ursprünge des Wildtierkonsumismus, 1850-1920 (L. Smalley Andrea)

Leserbewertungen

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.

Originaltitel:

The Market in Birds: Commercial Hunting, Conservation, and the Origins of Wildlife Consumerism, 1850-1920

Inhalt des Buches:

Ein faszinierender Blick darauf, wie ein kommerzieller Markt für Vögel im späten neunzehnten Jahrhundert den Boden für den Naturschutz und seine Gesetzgebung bereitete.

Zwischen dem Ende des Bürgerkriegs und den 1920er Jahren erlebten die Vereinigten Staaten die Entstehung, die schnelle Expansion und das anschließende Verschwinden eines kommerziellen Marktes für gejagte Wildtiere. Jahrhunderts wurden vor allem Wildvögel verkauft, die nicht nur wegen ihrer Eier und ihres Fleisches, sondern auch wegen ihrer schönen Federn geschätzt wurden. Wildvögel wurden in jenen Jahren in die Städte gebracht, um als Nahrungsmittel für die Tische der Kunden, als Dekoration für Damenhüte, als geschätzte Haustiere und als Exemplare für Sammlerkabinette verkauft zu werden. Obwohl dieser Vogelmarkt relativ kurzlebig war, hatte er großen Einfluss, denn sein Aufschwung und sein Niedergang fielen mit der Entstehung der Naturschutzbewegung der Progressiven Ära zusammen.

In The Market in Birds beleuchten die Historikerin Andrea L. Smalley und der Wildbiologe Henry M. Reeves dieses entscheidende Kapitel der amerikanischen Umweltgeschichte. Unter Einbeziehung von Ökologie, Wirtschaft, Recht und Kultur zeigen die Autoren auf, wie die kommerzielle Jagd die Bedingungen für den Schutz von Wildtieren und die erste Bundesgesetzgebung für Wildtiere um die Jahrhundertwende festlegte. Smalley und Reeves beleuchten die Interaktionen zwischen Marktjägern, Wildhändlern, Verbrauchern, Sportlern, Naturschützern und den Wildvögeln, die sie alle wollten. Sie argumentieren, dass die Kommerzialisierung von Wildvögeln letztlich eine revolutionäre Veränderung in der Nutzung von Wildtieren darstellte, indem sie den zuvor meist begrenzten, lokalen und saisonalen Handel in ein zwischenstaatliches, industriell-kapitalistisches Unternehmen verwandelte. In diesem Prozess wurde eine kritische öffentliche Debatte über den Wert von Wildtieren in einer modernen Konsumkultur ausgelöst.

Jahrhunderts war klar, dass die Populationen wild lebender Vögel in ganz Nordamerika drastisch zurückgingen, wie die Autoren berichten. Die sich abzeichnende Möglichkeit einer Zukunft ohne Vögel löste landesweit eine intensive Debatte aus, die schließlich im Migratory Bird Treaty Act von 1918 gipfelte. Wissenschaftler, Umweltschützer, Fachleute für Wildtiere und alle, denen die Tierwelt am Herzen liegt, werden diese neue Perspektive auf die Geschichte des Vogelschutzes als aufschlussreiche Lektüre empfinden.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781421443409
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2022
Seitenzahl:320

Kauf:

Derzeit verfügbar, auf Lager.

Ich kaufe es!

Weitere Bücher des Autors:

Von Natur aus wild: Nordamerikanische Tiere im Kampf gegen die Kolonisierung - Wild by Nature: North...
Von der Zeit, als die Europäer zum ersten Mal in...
Von Natur aus wild: Nordamerikanische Tiere im Kampf gegen die Kolonisierung - Wild by Nature: North American Animals Confront Colonization
Der Markt für Vögel: Kommerzielle Jagd, Naturschutz und die Ursprünge des Wildtierkonsumismus,...
Ein faszinierender Blick darauf, wie ein...
Der Markt für Vögel: Kommerzielle Jagd, Naturschutz und die Ursprünge des Wildtierkonsumismus, 1850-1920 - The Market in Birds: Commercial Hunting, Conservation, and the Origins of Wildlife Consumerism, 1850-1920

Die Werke des Autors wurden von folgenden Verlagen veröffentlicht: