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The Abuse of Property
Eine fundamentale Kritik des gegenwärtigen Eigentumsregimes, die einen radikalen sozialen und politischen Wandel fordert.
In The Abuse of Property (Der Missbrauch des Eigentums) bietet Daniel Loick eine vielschichtige philosophische Kritik am Konzept des Eigentums im weitesten Sinne. Er argumentiert, dass Eigentum nicht der dominierende Rahmen sein sollte, in dem die Menschen die Nutzung von Dingen regeln, dass Eigentum nicht dasselbe ist wie Nutzung. Seiner Ansicht nach sind Eigentumsrechte keine Bedingungen für Freiheit oder Gerechtigkeit, sondern unzulängliche, dysfunktionale und schädliche Formen des Umgangs mit anderen Menschen und der natürlichen Umwelt. Er analysiert nicht nur die klassischen Rechtfertigungen des Eigentums (von John Lockes Rechtfertigung des Eigentums als Naturrecht auf der Grundlage individueller Freiheit bis zu Hegels Rechtfertigung des Eigentums als Form der gegenseitigen Anerkennung), sondern auch die klassischen Kritiken des Eigentums, von Proudhon und Marx bis zu Adorno und Agamben.
Durch einen innovativen kritischen Ansatz in der Rechtswissenschaft zeigt Loick, wie das Konzept des Eigentums, das historisch auf Dinge und Menschen angewandt wurde und immer noch ein Dreh- und Angelpunkt unserer verzerrten Beziehung zur Welt ist, eine direkte Linie von der Occupy-Bewegung zu Black Lives Matter und darüber hinaus bildet.