Der Mythos des amerikanischen Superhelden

Bewertung:   (4,5 von 5)

Der Mythos des amerikanischen Superhelden (Shelton Lawrence John)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „The Myth of the American Superhero“ erforscht die kulturelle Bedeutung des Superheldenmythos in Amerika und untersucht seine historischen Wurzeln und gesellschaftlichen Auswirkungen. Es bietet eine umfassende Analyse der Art und Weise, wie Unterhaltungsmedien die öffentliche Wahrnehmung und das Verhalten beeinflussen, und stellt eine Verbindung zwischen traditionellen Heldengeschichten und zeitgenössischen Themen wie Gewalt und Entfremdung her. Das Buch bietet zwar wertvolle Einblicke, ist aber mitunter sehr dicht geschrieben, und die Autoren übersehen manchmal bemerkenswerte mythische Figuren.

Vorteile:

Tiefgründige Untersuchung amerikanischer kultureller Mythen, aufschlussreiche Verbindungen zwischen Unterhaltung und gesellschaftlichem Verhalten, historischer Kontext in Bezug auf Manifest Destiny, fesselnder Inhalt, Untersuchung des Einflusses der Medien auf die öffentliche Meinung und Aufforderung an die Leser, kritisch über Unterhaltung nachzudenken.

Nachteile:

Der Text kann manchmal dicht und gestelzt sein, einige wichtige Superheldenfiguren werden trotz ihrer Relevanz übersehen, der Schwerpunkt liegt zu sehr auf den negativen Aspekten bestimmter Mythen, und einige Leser könnten das Buch als schwer und weniger zugänglich als erwartet empfinden.

(basierend auf 4 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Myth of the American Superhero

Inhalt des Buches:

Vom Superman der Comics bis hin zu Hollywoods großen Actionstars haben die Amerikaner seit langem eine Liebesaffäre mit dem Superhelden.

In diesem fesselnden Band untersuchen John Shelton Lawrence und Robert Jewett die historischen und spirituellen Wurzeln des Superheldenmythos und seine schädlichen Auswirkungen auf die demokratische Vision Amerikas. Die Autoren argumentieren, dass der Superheld das antidemokratische Gegenstück zu dem von Joseph Campbell beschriebenen klassischen Monomythos ist, und zeigen, dass die amerikanische Version des Monomythos auf Erlösungsgeschichten zurückgeht.

In einem Umfeld, in dem Institutionen und gewählte Führer stets versagen, bietet der amerikanische Monomythos Helden, die Elemente des selbstlosen Dieners mit dem einsamen, eifrigen Kreuzritter, der das Böse vernichtet, verbinden. Diese nicht gewählten Figuren nehmen das Gesetz selbst in die Hand und übernehmen die totale Macht, um die Gemeinschaft von ihren Feinden zu befreien, und bilden damit eine typisch amerikanische Form des Pop-Faschismus. Anhand von Büchern, Filmen, Fernsehsendungen, Videospielen und Orten der Superheldenverehrung im World Wide Web zeichnen die Autoren die Entwicklung des amerikanischen Superhelden im zwanzigsten Jahrhundert nach und legen die mythischen Muster hinter den erfolgreichsten Elementen der Popkultur offen.

Lawrence und Jewett fordern die Leser auf, das Verhältnis dieses Mythos zu den traditionellen religiösen und sozialen Werten zu überdenken, und sie zeigen, wie diese antidemokratischen Erzählungen letztlich die spirituelle Loyalität ihrer Zuhörerschaft gewinnen und sie dazu einladen, sich an Kreuzzügen gegen das Böse zu beteiligen. Abschließend stellen die Autoren diese provokante Frage: Können wir in unserem Fantasie- und Unterhaltungsleben Urlaub von der Demokratie machen und gleichzeitig unser Engagement für demokratische Institutionen und Lebensweisen aufrechterhalten?

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780802825735
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch

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