Bewertung:

Das Buch liefert ein überzeugendes Argument gegen die Vorstellung von individuellem Eigentum bei der Produktion von Wohlstand und betont die Rolle von Staat und Gesellschaft bei der Ermöglichung dieser Produktion. Es argumentiert, dass Eigentumsrechte grundsätzlich ein rechtliches Konstrukt sind, das durch Besteuerung gestützt wird, was zu einer breiteren Diskussion über die Auswirkungen dieser Perspektive auf Besteuerung und soziale Gerechtigkeit führt.
Vorteile:⬤ Bietet eine gründliche Kritik libertärer Ansichten über Steuern und Eigentum.
⬤ Beschäftigt sich eingehend mit philosophischer, wirtschaftlicher und juristischer Literatur, um seine Argumente zu untermauern.
⬤ Bietet Einsichten, die gängige Missverständnisse über die Natur von Reichtum und Besteuerung in Frage stellen.
⬤ Empfohlen als grundlegende Lektüre für das Verständnis der Beziehung zwischen Steuern, Eigentumsrechten und sozialer Gerechtigkeit.
⬤ Einige Leser finden die Argumente zu theoretisch und ohne Vorkenntnisse in politischer Philosophie und Wirtschaftswissenschaften schwer zu verstehen.
⬤ Kritiker bemängeln, dass das Buch etablierte Ansichten über Eigentumsrechte, wie die der Locke'schen Tradition, verwirft.
⬤ Einige sind der Ansicht, das Buch fördere eine kollektivistische Ideologie, was zu einer Entfremdung derjenigen führen könnte, die eine andere Meinung vertreten.
⬤ In einigen Rezensionen wird bemängelt, dass sich das Buch nicht ausreichend mit der Kritik an seiner eigenen Perspektive auseinandersetzt.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
The Myth of Ownership: Taxes and Justice
In einer kapitalistischen Wirtschaft sind Steuern das wichtigste Instrument, mit dem das politische System eine Vorstellung von Wirtschafts- und Verteilungsgerechtigkeit in die Praxis umsetzt.
Steuern wecken starke Emotionen, die nicht nur durch Konflikte um wirtschaftliche Eigeninteressen, sondern auch durch gegensätzliche Vorstellungen von Fairness angeheizt werden. Ausgehend von der konventionellen Natur des Privateigentums zeigen Murphy und Nagel, wie Steuern nur als Teil des Gesamtsystems der Eigentumsrechte, zu dessen Schaffung sie beitragen, bewertet werden können.
Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit bei der Besteuerung, so argumentieren sie, kann nur Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit in dem System von Eigentumsrechten und Ansprüchen bedeuten, das aus einem bestimmten System resultiert. Indem sie ethische Fragen zur individuellen Freiheit, zu zwischenmenschlichen Verpflichtungen und zu kollektiver und persönlicher Verantwortung aufgreifen, zwingen uns Murphy und Nagel dazu, neu zu überdenken, wie unsere Steuerpolitik unser System der Eigentumsrechte gestaltet.