Bewertung:

Das Buch bietet einen gut dokumentierten Überblick über Japans Ostindien-Kampagne während des Zweiten Weltkriegs, wobei der Schwerpunkt auf dem Fall von Niederländisch-Ostindien und den amphibischen Landungen der japanischen Streitkräfte liegt. Während das Buch für seine prägnante Darstellung und die nützlichen Illustrationen gelobt wird, bemängeln einige Rezensenten die mangelnde Detailgenauigkeit und gelegentliche Ungenauigkeiten.
Vorteile:⬤ Gut dokumentiert und prägnant
⬤ enthält nützliche Karten und farbige Abbildungen
⬤ behandelt alle wichtigen Schlachten und bietet gute Hintergrundinformationen
⬤ eine zugängliche und budgetfreundliche Option für Liebhaber der Geschichte des Zweiten Weltkriegs
⬤ bietet wichtige Einblicke in einen weniger bekannten Feldzug.
⬤ Abgekürzte Details zu bestimmten Schlachten und Gefechten
⬤ einige faktische Ungenauigkeiten, insbesondere in der Terminologie
⬤ einige Informationen beruhen auf Sekundärquellen
⬤ könnte von einer ausführlicheren Diskussion bestimmter Aspekte profitieren, wie z.B. dem Schicksal der kapitulierenden Truppen.
(basierend auf 26 Leserbewertungen)
The Netherlands East Indies Campaign 1941-42: Japan's Quest for Oil
Ende 1941 griff das kaiserliche Japan Ostindien an, um sich den Zugang zu wertvollen Ölvorkommen zu sichern. Der Niederländisch-Ostindien-Feldzug war von komplexen japanischen und alliierten Operationen geprägt und beinhaltete den ersten Einsatz von Luftlandetruppen in diesem Krieg. Diese reich illustrierte Studie ist eine der weniger bekannten Kampagnen des Pazifikkriegs.
Die Eroberungsfeldzüge des kaiserlichen Japans Ende 1941/Anfang 1942 zielten darauf ab, die Selbstversorgung des japanischen Volkes vor allem mit dem kostbaren Rohstoff Öl zu erreichen. Eines der Hauptziele Japans waren die Niederländisch-Ostindischen Inseln mit ihren reichhaltigen Kautschukplantagen und Ölfeldern - vor allem letztere waren sehr begehrt, denn die Kolonie war der viertgrößte Ölexporteur der Welt. Japan selbst verfügte über keinerlei eigene Produktion.
Zur Unterstützung der amphibischen Landungen in dem riesigen Gebiet Niederländisch-Ostindiens entsandten die Japaner einen riesigen Marineeinsatzverband. Die Offensive mit kombinierten Waffen wurde in drei Gruppen aufgeteilt: West, Mitte und Ost. Borneo wurde Mitte Dezember 1941 zuerst angegriffen, dann folgten Angriffe auf Celebes, Amboin, Timor, Java, Sumatra, Ambon und Niederländisch-Neuguinea. Die alliierten Streitkräfte in Nordostasien umfassten britisches, australisches, niederländisches und amerikanisches Personal. Am 15. Januar 1942 wurde ein gemeinsames Hauptquartier (ABDACOM) eingerichtet, um den japanischen Offensiven zu begegnen. Die isolierten Flugplätze und Ölfelder wurden jedoch nach und nach von den Japanern eingenommen, um die großen Inseln zu sichern, bevor größere alliierte Verstärkungen eintrafen.
Dieser hervorragend illustrierte Titel beschreibt die operativen Pläne und die Durchführung der Kämpfe durch die wichtigsten beteiligten Parteien und bewertet die Leistung der gegnerischen Streitkräfte auf dem Schlachtfeld, wodurch eine oft übersehene Kampagne des Pazifikkriegs zum Leben erweckt wird.