Bewertung:

Das Buch von Quesnay erörtert seine physiokratischen Ansichten zur Wirtschaft, wobei er insbesondere ein Kreislaufmodell hervorhebt, das Landwirtschaft, Produktion und Grundbesitz miteinander verbindet. Er argumentiert, dass der wahre Reichtum aus der Landwirtschaft stammt, und kritisiert die Rolle der Kaufleute und der außerlandwirtschaftlichen Arbeit. Quesnay äußert sich besorgt über die Besteuerung, die Staatsverschuldung und die Dynamik des internationalen Handels in der Landwirtschaft.
Vorteile:Das Buch vermittelt ein grundlegendes Verständnis des Kreislaufmodells und unterstreicht die Bedeutung der Landwirtschaft für den wirtschaftlichen Wohlstand. Quesnays Überlegungen zu den negativen Auswirkungen einer hohen Besteuerung und Staatsverschuldung auf den Wirtschaftskreislauf sind aufschlussreich. Seine Argumente für offene Exportmärkte für landwirtschaftliche Güter zeigen einen möglichen Weg zum Wohlstand für landwirtschaftliche Volkswirtschaften auf.
Nachteile:Quesnays Perspektive ist recht eng gefasst, da er den Schwerpunkt übermäßig auf die Landwirtschaft legt und den Wert des verarbeitenden Gewerbes und anderer Sektoren vernachlässigt. Das Buch kann aufgrund seiner starren Haltung gegenüber nichtlandwirtschaftlicher Arbeit und seiner mangelnden Berücksichtigung moderner wirtschaftlicher Komplexität als veraltet angesehen werden. Außerdem könnten Quesnays starke Meinungen eine ausgewogenere Sichtweise der Dynamik des internationalen Handels überschatten.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Economical Table
Francois Quesnay, ein Arzt Ludwigs XV., gründete im 18.
Jahrhundert eine französische Denkschule, die Physiokraten, die das erste vollständige System der Wirtschaftswissenschaften entwickelten. Im Mittelpunkt ihrer Theorie stand die Überzeugung, dass absolute Handelsfreiheit unerlässlich ist, um ein möglichst vorteilhaftes Funktionieren des Wirtschaftsrechts zu gewährleisten.
Die Ökonomische Tafel (1758) ist Quesnays wichtigstes Werk.