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The Orient Strikes Back: A Global View of Cultural Display
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben japanische Dörfer und ihre exotischen Bewohner die Besucher der großen Ausstellungen und Weltausstellungen begeistert und fasziniert.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben japanische Touristen den Blick umgedreht und können nun eine Reihe europäischer Länder sowie mehrere andere kulturelle Welten besuchen, ohne jemals die Küsten Japans zu verlassen.
Dieses Buch zeigt, dass diese und andere aufregende asiatische Themenparks eine Herausforderung für westliche Vorstellungen von Freizeit, Bildung und Unterhaltung darstellen. Ist dies ein Fall von umgekehrtem Orientalismus? Oder handelt es sich einfach um eine kommerzielle Fortsetzung des Erfolgs von Tokyo Disneyland? Handelt es sich um eine Aneignung einer ganzen Welt kultureller Genüsse aus den Ländern, die den Erfolg des zwanzigsten Jahrhunderts beeinflusst haben, durch eine reiche Nation? Kann man die Parks als politische Aussagen über das Erbe sehen, aus dem Japan heute so frei schöpft? Oder sind sie neue Formen eines ethnografischen Museums? Der Autor untersucht die japanischen Parks im Kontext verschiedener historischer Beispiele kultureller Darbietung in Europa, den USA und Australien sowie anderer asiatischer Beispiele und stellt die allzu einfache Annahme der postmodernen Theorie als ethnozentrisches westliches Phänomen in Frage und zeigt deutlich, dass Japan den Themenparks eine völlig neue Interpretationsweise gegeben hat.