Der polnisch-litauische Staat, 1386-1795

Bewertung:   (4,6 von 5)

Der polnisch-litauische Staat, 1386-1795 (Z. Stone Daniel)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet einen interessanten Überblick über die komplexe Geschichte des polnisch-litauischen Staates im Laufe von 400 Jahren und dient als nützliche Einführung für englischsprachige Leser, die möglicherweise nicht über umfassende Kenntnisse zu diesem Thema verfügen. Während es wegen seiner ausgewogenen Perspektive gut aufgenommen wird, merken einige Leser an, dass es relativ spät in der Zeitlinie der Geschichte beider Nationen beginnt, was zu Verständnislücken führen kann.

Vorteile:

Das Buch ist sehr nützlich für Englischsprachige, denen der historische Kontext fehlt. Es bietet einen ausgewogenen Überblick über die komplexe Geschichte und erfüllt damit seinen Zweck als Fibel für Studenten und Wissenschaftler. Es fügt eine wertvolle Perspektive hinzu, die in anderen historischen Darstellungen fehlen kann.

Nachteile:

Das Buch fasst 400 Jahre Geschichte in einem Band zusammen, was sich wie ein Lehrbuch anfühlen kann. Außerdem beginnt es relativ spät in der historischen Zeitlinie, was möglicherweise zu Lücken im Verständnis früherer Ereignisse führt, die die Geschichte Litauens und Polens geprägt haben.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Polish-Lithuanian State, 1386-1795

Inhalt des Buches:

Vier Jahrhunderte lang umfasste der polnisch-litauische Staat eine große geografische Region, vergleichbar mit dem heutigen Polen, Litauen, Weißrussland, der Ukraine, Russland, Lettland, Estland und Rumänien. Er wurde von einer konstitutionellen Monarchie regiert, die dem zahlreichen Adel weitreichende bürgerliche und politische Rechte einräumte, und erfreute sich einer ungewöhnlichen innenpolitischen Ruhe, da seine militärische Stärke die meisten Feinde bis zur Mitte des siebzehnten Jahrhunderts in Schach hielt und das Land im Allgemeinen von Bürgerkriegen verschont blieb. Der Verkauf von Getreide und Holz nach Westeuropa trug dazu bei, dass das Land während eines Großteils der Zeit außergewöhnlich wohlhabend war.

The Polish-Lithuanian State, 1386-1795 ist die erste Darstellung in englischer Sprache, die sich speziell mit dieser wichtigen Epoche befasst. Sie verfolgt eher einen regionalen als einen nationalen Ansatz und betrachtet die innere Entwicklung der ukrainischen, jüdischen, litauischen und preußisch-deutschen Nationen, die mit den Polen in diesem multinationalen Staat koexistierten. Die Darstellung der jüdischen Geschichte verdeutlicht auch die Stadtgeschichte, denn die Juden lebten in den nicht eingemeindeten „Privatstädten“ und Vorstädten, die die Historiker zugunsten der eingemeindeten „Königsstädte“ übersehen haben. Im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert blühten die Privatstädte und Vorstädte oft auf, während die Innenstädte verfielen. Das Buch zeichnet auch die institutionelle Entwicklung der römisch-katholischen Kirche in Polen-Litauen nach, einem der wenigen europäischen Staaten, die von blutigen religiösen Konflikten während der Reformation und Gegenreformation verschont blieben.

Sowohl erfahrene Historiker als auch allgemeine Leser werden die vielen ausgezeichneten Kurzbiografien zu schätzen wissen, die die Erzählung vorantreiben und das Thema dieses umfassenden und fesselnden Bandes beleuchten.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780295980935
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2001
Seitenzahl:392

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