Bewertung:

Das Buch „The Postmodern Prince“ von John Sanbonmatsu wird für seine scharfe Kritik an der Postmoderne und der radikalen Linken gelobt und bietet eine anspruchsvolle und zugängliche Analyse. Die Rezensenten schätzen die Energie und die Relevanz des Buches für zeitgenössische fortschrittliche Themen, obwohl einige Bedenken hinsichtlich der vorgeschlagenen Lösungen äußern.
Vorteile:⬤ Brillante, prägnante Analyse
⬤ zugängliches Schreiben
⬤ relevante Kritik an Identitätspolitik und Postmoderne
⬤ beschäftigt sich mit zeitgenössischen progressiven Themen
⬤ gut strukturierte Argumente.
⬤ Einige Leser wünschen sich robustere Lösungen, die am Ende präsentiert werden
⬤ Kritik der Postmoderne kann praktische Anwendungen vermissen lassen
⬤ ein Rezensent bemerkte einen seltsamen Geruch auf dem Buchumschlag.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
The Postmodern Prince: Critical Theory, Left Strategy, and the Making of a New Political Subject
John Sanbonmatsus Postmodern Prince ist ein Werk der politischen Theorie mit dem Schwerpunkt auf Fragen der Strategie. Gleichzeitig bietet es eine originelle und erhellende intellektuelle Geschichte der Linken von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart. Es untersucht die Politik der Neuen Linken in den 1960er Jahren und zeigt, wie ihr Expressivismus zur politischen Spaltung führte und auch den Boden für die Postmoderne bereitete. Er zeigt auch, wie die politische Ökonomie des akademischen Lebens in einer zunehmend kommerzialisierten Gesellschaft die Basis der Postmoderne stärkte.
Der postmoderne Prinz liefert eine historisch fundierte Kritik der Postmoderne und eine Geschichte darüber, wie die sozialistische Linke zur Entstehung ihrer Ideen beigetragen hat. Im Zuge dieser zweiseitigen Kritik entwickelt er eine brillante Darstellung eines Marxismus, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, ein kollektives politisches Subjekt aufzubauen - einen Nachfolger von Machiavellis Fürst und Gramscis modernem Fürsten, der in der Lage ist, den Kapitalismus in seinem Moment der globalen Krise herauszufordern.
Sanbonmatsu zeigt die Grenzen der Arbeit von Foucault und in jüngerer Zeit von Hardt und Negris vielgepriesenem Empire auf. Dabei validiert er für den Marxismus die klassische Vorstellung von Politik als hegemonialem Bereich, revolutionärem Anspruch und Abhängigkeit von der Fähigkeit der Führung, unvorhergesehene Herausforderungen zu bewältigen. Er stützt sich auf eine außergewöhnliche Bandbreite historischer, politischer und philosophischer Analysen, um die Voraussetzungen für eine Erneuerung der strategischen und theoretischen Vision der Linken darzulegen.
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