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The Price of Permanence: Nature and Business in the New South
Unter dem Blickwinkel der Umweltgeschichte liefert William D. Bryan eine weitreichende Neuinterpretation des Südens nach dem Bürgerkrieg, indem er den Neuen Süden als einen Kampf um den Schutz der Umwelt darstellt.
Mehr als sechs Jahrzehnte lang haben Wissenschaftler die Südstaatler als so verzweifelt nach wirtschaftlichem Wachstum strebend karikiert, dass sie die reichhaltigen natürlichen Ressourcen der Region rücksichtslos ausbeuteten. Wirtschaftsführer und Beamte sahen jedoch Profit und Umweltqualität nicht als sich gegenseitig ausschließende Ziele an und förderten Methoden zur Erhaltung der Ressourcen, die ihrer Meinung nach ein langfristiges Wirtschaftswachstum gewährleisten würden. Die Südstaatler nannten diese Idee "Dauerhaftigkeit".
Doch Dauerhaftigkeit war ein umstrittenes Konzept, und diese Geschäftsleute gerieten mit anderen Interessengruppen aneinander, als sie darum rangen, neue Wege zur Nutzung wertvoller Ressourcen zu finden. Der Preis der Beständigkeit zeigt, wie diese Kämpfe den modernen Süden unauslöschlich geprägt haben.
Bryan schreibt die Region zum ersten Mal in die nationale Naturschutzbewegung ein und zeigt, dass Wirtschaftsführer eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der Ideale amerikanischer Naturschützer spielten. Dieses Buch räumt auch mit einer der hartnäckigsten Karikaturen der Südstaatler auf: dass sie wenig Interesse an der Umweltqualität hätten.
Der Naturschutz diente den weißen Eliten als Instrument der sozialen Kontrolle, und in diesem Buch wird erstmals gezeigt, wie die Kämpfe um die Ressourcenpolitik die Jim Crow-Bewegung anheizten. Die Ideologie der "Permanenz" schützte zwar einige Ressourcen, verhinderte aber nicht die Verschlechterung der Umwelt insgesamt, und The Price of Permanence nutzt schließlich die Lehren aus dem Neuen Süden, um über Nachhaltigkeit heute nachzudenken.