Bewertung:

Das Buch „Nonviolence for the American Empire“ (Gewaltlosigkeit für das amerikanische Imperium) untersucht verschiedene Ansätze zur Konfliktlösung jenseits von passiver Unterwerfung und aggressivem Kampf, die aus der Perspektive der Aktivisten Daniel Berrigan und Thich Nhat Hanh vorgestellt werden. Es bietet Einblicke in die praktische Wirksamkeit der Gewaltlosigkeit im Laufe der Geschichte und ihre Bedeutung für moderne Gläubige in einer gewalttätigen Welt.
Vorteile:Das Buch stellt ein breites Spektrum an Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung vor. Es demonstriert wirkungsvoll die historische Wirkung der Gewaltlosigkeit und stellt prominente Aktivisten als Beispiele heraus. Es vermittelt Hoffnung und ein Gefühl der Reue und findet bei den Lesern Anklang, insbesondere bei denjenigen, die dem christlichen Glauben angehören und gewaltfreie Prinzipien in einem herausfordernden Kontext suchen.
Nachteile:Manche Leser mögen die Idee der Gewaltlosigkeit als unpraktisch oder zu idealistisch empfinden. Die Verbindungen, die zwischen den verschiedenen Aktivisten hergestellt werden, mögen nicht jeden ansprechen, und das Buch geht vielleicht nicht auf alle komplexen Zusammenhänge zwischen Gewalt und Glauben ein.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Prophet and the Bodhisattva: Daniel Berrigan, Thich Nhat Hanh, and the Ethics of Peace and Justice
Können religiöse Einzelpersonen und Gemeinschaften so voneinander lernen, dass sie bei der Bewältigung der großen ethischen Herausforderungen unserer Zeit, wie Klimawandel und endlose Kriege, zusammenarbeiten können? Dies ist die zentrale Frage, die dem Buch "Der Prophet und der Bodhisattva" zugrunde liegt.
Es stellt zwei Figuren gegenüber, die für ein ideales moralisches Leben stehen: den Propheten, wie er sich im alten Israel entwickelte, und den Bodhisattva, wie er im Mahayana-Buddhismus aufblühte. Im Mittelpunkt von The Prophet and the Bodhisattva stehen Daniel Berrigan und Thich Nhat Hanh, die in ihrem Leben ihren jeweiligen moralischen Typus verkörpern und in ihren Schriften darüber reflektieren.
Berrigan, ein Jesuitenpriester, Pazifist und Dichter, ist vor allem dafür bekannt, dass er 1968 Einberufungsakten verbrannte und 1980 einen Atomsprengkopf mit einem Hammer bearbeitete und mit Blut übergoss. Seine umfangreichen Schriften über die hebräischen Propheten spiegeln sein Leben als gewaltloser Aktivist wider. Thich Nhat Hanh, buddhistischer Mönch, vietnamesischer Exilant und Dichter, kämpfte während des Vietnamkriegs für die Beendigung des Konflikts.
Seitdem steht er an der Spitze der weltweiten Bewegung, die er "Engagierter Buddhismus" genannt hat, und hat zahlreiche Kommentare zu den Mahayana-Schriften verfasst. Seit fünfzig Jahren lehren uns beide, wie wir Frieden und Gerechtigkeit anstreben können - ein Vermächtnis, aus dem wir schöpfen können, um eine Sozialethik für unsere Zeit zu entwickeln.