Bewertung:

James K. Galbraiths „Raubtierstaat“ kritisiert den Zustand der amerikanischen Wirtschaft und argumentiert gegen den Mythos des freien Marktes. Er vertritt die Ansicht, dass die Macht der Unternehmen die Demokratie untergräbt und dass die Regierung aktivere Schritte unternehmen muss, um gegen wirtschaftliche Ungleichheit und die Manipulation der Märkte vorzugehen.
Vorteile:** Eine gut recherchierte und zum Nachdenken anregende Analyse der amerikanischen Wirtschaft und des Einflusses von Unternehmen. ** Stellt konventionelle Weisheiten über freie Märkte und wirtschaftliche Freiheit in Frage. ** Aufschlussreiche Perspektiven über die Rolle der Regierung beim Schutz des öffentlichen Interesses. ** In einer verständlichen Sprache geschrieben, die komplexe wirtschaftliche Ideen verständlich macht. ** Äußerst relevant für die Erörterung aktueller wirtschaftlicher Fragen und das Eintreten für einen Wandel.
Nachteile:** Einige Leser fanden das Buch langatmig und teilweise schlecht geschrieben. ** Die deutliche Ablehnung der Prinzipien der freien Marktwirtschaft mag manchen kurzsichtig erscheinen. ** Die Kritik an staatlichen Maßnahmen bietet möglicherweise keine ausreichenden Lösungen. ** Der Tonfall des Autors kann auf Menschen mit gegenteiligen Ansichten herablassend wirken. ** Mangelnde Berücksichtigung möglicher positiver Aspekte der Dynamik des freien Marktes.
(basierend auf 76 Leserbewertungen)
The Predator State: How Conservatives Abandoned the Free Market and Why Liberals Should Too
Dieses Buch, das jetzt als Taschenbuch erhältlich ist, stellt den Kult um den freien Markt in Frage, der seit der Reagan-Revolution alle politischen und wirtschaftlichen Diskussionen beherrscht.
Sogar viele Liberale haben das Bedürfnis verspürt, vor dem Altar der freien Märkte zu knien, aber in The Predator State (Der Raubtierstaat) zeigt der progressive Wirtschaftswissenschaftler James K. Galbraith, dass die Konservativen unter der Bush-Regierung das Reagan-Dogma eindeutig aufgegeben und durch Klientelkapitalismus ersetzt haben. Steuersenkungen für die Wohlhabenden, Deregulierung und Pläne wie die Privatisierung der Sozialversicherung würden die Staatskasse in private Hände bringen und den Raubtierstaat entstehen lassen. Die Realwirtschaft, so argumentiert Galbraith, war noch nie völlig frei von staatlicher Unterstützung. In der Tat sei ein Großteil unseres Wohlstands im Laufe der Jahrzehnte das Ergebnis einer Mischung aus privatem Unternehmertum und öffentlichen Institutionen gewesen, die auf den New Deal zurückgeht. Während die Konservativen Lippenbekenntnisse zu freien Märkten als Lösung für alles, von der Gesundheitsfürsorge bis zur globalen Erwärmung, abgegeben haben, zeigt sich bei den aktuellen Turbulenzen im Bankwesen und an der Wall Street, dass ein Mangel an staatlicher Regulierung zu einer Katastrophe geführt hat.
Mit geistreicher Einsicht macht Galbraith deutlich, dass wir im Zeitalter des Raubbaus leben. Er läutet die Alarmglocke, weist aber auch den Weg in eine wohlhabendere und fortschrittlichere Zukunft.