
The Treasure in the Tiny Blue Tin
Von 1900 bis 1917 hat sich die jüdische Bevölkerung in Texas mehr als verdoppelt, von 15.000 auf über 31.000. Viele, die über den Hafen von Galveston einwanderten, hatten die Möglichkeit, die schwierigen Erfahrungen in den Mietskasernen des Ostens zu umgehen, aber ein neues Leben im amerikanischen Westen bot auch seine eigenen Herausforderungen. Der Schatz in der kleinen blauen Dose basiert auf den Erfahrungen dieser Einwanderer.
Als der zwölfjährige Max Miller 1912 mit seiner Mutter und seiner Schwester nach Amerika einwandert, will er nur mit seiner Familie zusammen sein und das alte Land vergessen, in dem sie als Juden verfolgt wurden und in dem seine beiden Brüder starben. Die Familie wohnt über dem Geschäft von Max' Onkel, und Max fährt mit seinem geliebten neuen Fahrrad Auslieferungen für seinen Onkel. Max ist alles andere als ein typischer Texaner: Er geht gerne zur Schule, kann weder schwimmen noch angeln und hat Angst vor Pferden, ganz im Gegensatz zu Joe Hollis, dem Sohn des Schmieds, der Max als Juden und Greenhorn verspottet.
Als sein Vater, ein Hausierer, zum Pessachfest nicht nach Hause kommt, befürchtet Max, dass er Opfer einer Meningitis-Epidemie geworden sein könnte. Max beschließt, mit dem Fahrrad nach seinem Vater zu suchen, und seine Reise führt über überschwemmte Bäche und unbekanntes Terrain. Joe folgt ihm aus der Stadt und schließt sich ihm auf seiner Reise an. Die beiden Jungen lernen einander zu verstehen und werden schnell Freunde, während sie die Gefahren der texanischen Wildnis überstehen.
Der Schatz in der winzigen blauen Dose ist voller Action und inspirierendem Mut. Max, der stets darauf bedacht ist, den jüdischen Glauben und die jüdischen Bräuche zu befolgen, ist fest entschlossen, seinen Vater sicher nach Hause zu bringen und die Freude und Hoffnung, in Amerika zu sein, zu teilen.
Der Schatz in der kleinen blauen Dose wurde 1993 mit dem Sydney Taylor Award der Association of Jewish Librarians ausgezeichnet.