Bewertung:

Das Buch wird als detaillierte und gut recherchierte Geschichte des Dandytums vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart gelobt und bietet tiefe Einblicke in die Entwicklung der Männerkleidung und der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Männlichkeit. Es verbindet historische Erzählung mit soziologischer Analyse und ist damit eine fesselnde Lektüre für alle, die sich für Mode und Kultur interessieren.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd
⬤ Gründliche Recherche, die einen breiten historischen Zeitraum abdeckt
⬤ Bietet soziologische Einblicke
⬤ Reich illustriert
⬤ Flüssiger Schreibstil
⬤ Fesselt die Aufmerksamkeit des Lesers und macht es schwer, das Buch aus der Hand zu legen
⬤ Unverzichtbar für alle, die sich für elegante Männerkleidung interessieren.
Nicht ausdrücklich erwähnt. Einige Leser könnten jedoch den Fokus auf Dandyismus zu nischenhaft finden oder mehr praktische Informationen über Männermode bevorzugen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Cut of His Coat: Men, Dress, and Consumer Culture in Britain, 1860-1914
Die englische Mittelschicht des späten neunzehnten Jahrhunderts erfreute sich einer zunehmenden Verfügbarkeit und Vielfalt materieller Güter. Damit änderten sich auch die visuellen Merkmale der Klassenzugehörigkeit und des männlichen Verhaltens radikal. In The Cut of His Coat: Men, Dress, and Consumer Culture in Britain, 1860-1914 untersucht Brent Shannon bekannte Romane von Autoren wie George Eliot, Anthony Trollope, Thomas Hughes und H. G. Wells sowie bisher nicht untersuchte Etikette-Handbücher, zeitgenössische Werbeanzeigen und Modezeitschriften, um nachzuvollziehen, wie neue Ideologien entstanden, als sich die Massenproduktion von Kleidung, Kleidungsmerkmalen und die Konsumkultur zu verändern begannen.
Während in der viktorianischen Literatur traditionell den Frauen die alleinige Kontrolle über die Repräsentation ihrer Klasse durch Kleidung und Umgangsformen zugeschrieben wurde, argumentiert Shannon, dass auch Männer der Mittelschicht aktiv an der Mode teilnahmen. Die öffentliche Zurschaustellung ihrer neu erworbenen Manierismen, Frisuren, Kleidungsstücke und Konsumgüter definierte Männlichkeit und Klassenstatus für das viktorianische Zeitalter und darüber hinaus neu.
The Cut of His Coat untersucht die viktorianische Verleugnung des Interesses der Männer an Mode und Shopping, um die bedeutende Rolle der Männer bei der Darstellung ihrer Klasse durch Selbstdarstellung und Konsumpraktiken wiederzugewinnen.