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The Black Monk and the Dog Problem: Two Plays
Der Schwarze Mönch wurde als einzigartige "Kollaboration" zwischen zwei Schriftstellern bezeichnet: Anton Tschechow und David Rabe. Basierend auf Tschechows gleichnamiger Novelle erzählt Rabes brillante Bühnenadaption die Geschichte des jungen Philosophiestudenten Kovrin, der aus Moskau auf das Anwesen von Pesotsky zurückkehrt, wo er seine Jugend verbracht hat. Kovrin und Pesotskys Tochter Tanya verlieben sich bald ineinander und planen zu heiraten. Doch das Auftauchen eines Abgesandten aus dem Unbekannten - des schwarzen Mönchs - droht verheerende Folgen für alle zu haben.
Der Ärger beginnt, als Teresa ihrem Bruder Joey erzählt, dass dieser Ray mit seinem Hund im Bett etwas mit ihr gemacht hat. Niemand scheint genau zu wissen, was passiert ist, aber sie wissen, dass jemand dafür bezahlen muss. Was ist also das Hundeproblem? Es beginnt damit, dass man in eine Welt hineingeboren wird, in der das Falsche, das man der falschen Person sagt, eine Kettenreaktion von unangebrachten Leidenschaften und galoppierenden Sätzen auslöst, die zu einem tödlichen Ende führen. Der verspielte Titel entpuppt sich als ironisches Wortspiel auf das kartesische Leib-Seele-Problem, denn Onkel Mal, der alternde Gangster, muss sich in diesem düster-komischen Stück über Männer, Frauen, Sex, Verrat und Geister seiner Rolle als Hund stellen.
In ihrer Ästhetik sehr unterschiedlich, verkörpern diese beiden jüngsten und hochgelobten Stücke alle gefeierten Markenzeichen von David Rabes Schreiben und Kunst: unbeirrbar ehrliche und einfühlsame Themen, unverblümt leuchtende Dialoge und der verstörende Humor, der ihn seit mehr als vierzig Jahren zu einer Ikone des amerikanischen Theaters gemacht hat.