Der Schwarze Tod in Ägypten und England: Eine vergleichende Studie

Bewertung:   (4,8 von 5)

Der Schwarze Tod in Ägypten und England: Eine vergleichende Studie (J. Borsch Stuart)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch bietet einen eingehenden Vergleich der Auswirkungen des Schwarzen Todes auf die englische und die ägyptische Gesellschaft, wobei der Schwerpunkt auf den unterschiedlichen Grundbesitzstrukturen liegt. Der Autor argumentiert, dass die Fähigkeit Englands, sich wirtschaftlich zu erholen, auf das System des Landbesitzes zurückzuführen ist, das sich von dem Ägyptens deutlich unterschied und zu unterschiedlichen Reaktionen auf die Auswirkungen der Pandemie führte. Borschs Arbeit ist akademisch anspruchsvoll, stellt aber auch die historischen, sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhänge wirkungsvoll dar.

Vorteile:

Gründliche Recherche und gut geschriebene Erzählung.
Einzigartige vergleichende Analyse der englischen und ägyptischen Gesellschaften während des Schwarzen Todes.
Aufschlussreiche Untersuchung der Unterschiede bei den Landbesitzverhältnissen und ihrer Auswirkungen auf den wirtschaftlichen Aufschwung.
Bietet eine neue Perspektive auf die historischen Veränderungen in Ägypten nach dem Schwarzen Tod, ein bisher wenig erforschtes Thema.
Rechtfertigt eine erneute Lektüre aufgrund seiner Tiefe und Detailgenauigkeit.

Nachteile:

Sehr technisch und akademisch, möglicherweise nicht für alle Leser geeignet.
Kurz in der Länge, lässt den Leser mit dem Wunsch nach mehr Informationen zurück.
Der starke Fokus auf Methodik und Datenpräsentation kann den Erzählfluss stören.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Black Death in Egypt and England: A Comparative Study

Inhalt des Buches:

Jahrhundert n. Chr./Achtes Jahrhundert n.

Chr. schwappten Pestwellen von Zentralasien aus und dezimierten die Bevölkerung von China bis Island. Der Schwarze Tod war in der Alten Welt so verheerend, dass einige Historiker seine Auswirkungen mit denen eines nuklearen Holocausts verglichen haben.

Als sich die Länder im folgenden Jahrhundert von der Pest zu erholen begannen, entstanden scharfe Kontraste zwischen dem Osten, wo die Gesellschaften in einen langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Niedergang gerieten, und dem Westen, wo technologische und soziale Innovationen die Grundlage für die Vorherrschaft Europas bis ins 20. Warum führte ein und dasselbe katastrophale Ereignis zu so gegensätzlichen Ergebnissen? Im Gegensatz zu früheren Studien, die die Lösung des Rätsels in den Unterschieden zwischen Islam und Christentum sahen, wird in dieser bahnbrechenden Arbeit vorgeschlagen, dass das System des Landbesitzes eines Landes in erster Linie darüber entschied, wie erfolgreich es sich von der Katastrophe des Schwarzen Todes erholte.

Stuart Borsch vergleicht die beiden Länder Ägypten und England, deren Volkswirtschaften auf der Landwirtschaft basierten und deren Bruttoinlandsprodukt vor der Pest ungefähr gleich hoch war wie das der Landwirtschaft. Anhand einer gründlichen Analyse mittelalterlicher Wirtschaftsdaten erklärt er schlüssig, warum das zentralisierte und städtische Landbesitzsystem Ägyptens nicht in der Lage war, sich an die massive Entvölkerung anzupassen, während sich das lokalisierte und ländliche Landbesitzsystem Englands bis zum Jahr 1500 vollständig erholt hatte.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780292722132
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2009
Seitenzahl:207

Kauf:

Derzeit verfügbar, auf Lager.

Ich kaufe es!

Weitere Bücher des Autors:

Der Schwarze Tod in Ägypten und England: Eine vergleichende Studie - The Black Death in Egypt and...
Jahrhundert n. Chr./Achtes Jahrhundert n. Chr...
Der Schwarze Tod in Ägypten und England: Eine vergleichende Studie - The Black Death in Egypt and England: A Comparative Study

Die Werke des Autors wurden von folgenden Verlagen veröffentlicht: