Bewertung:

The Soul Fallacy von Julien Musolino untersucht das Konzept der Seele aus wissenschaftlicher Sicht und argumentiert gegen ihre Existenz. Das Buch ist gut recherchiert und präsentiert eine logische Abfolge von Ideen, wodurch es sowohl für Laien als auch für Experten zugänglich ist. Musolinos Argumente stellen traditionelle Überzeugungen in Frage und regen die Leser dazu an, ihre Ansichten über Leben, Tod und das Selbst zu überdenken. Während viele Leser das Buch als aufschlussreich und zum Nachdenken anregend empfanden, bemängelten einige Kritiker eine Tendenz zu Wiederholungen und den Bedarf an einfacheren Erklärungen komplexer Ideen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und fesselnd mit klaren Erklärungen.
⬤ Starke Beherrschung des Themas und gründliche Recherche.
⬤ Hinterfragt traditionelle Überzeugungen auf respektvolle Art und Weise.
⬤ Logischer Aufbau, wobei jedes Kapitel auf dem vorhergehenden aufbaut.
⬤ Geeignet für Gläubige und Nicht-Gläubige, ermutigt zu Aufgeschlossenheit.
⬤ regt zum Nachdenken an und bietet neue Einsichten in das Leben und das Bewusstsein.
⬤ Zugänglich für ein breites Publikum, vom Laien bis zum Experten.
⬤ Einige Leser empfanden die sich wiederholende Struktur als störend.
⬤ Einige Kritiken betrafen die Komplexität des Buches, wobei einige Begriffe zum besseren Verständnis ein Wörterbuch erforderten.
⬤ Einige Argumente wurden als „Argumente der Autorität“ empfunden.
⬤ Die Schlussfolgerung wirkt auf eingefleischte Seelengläubige möglicherweise nicht überzeugend.
⬤ Anerkannter Bedarf an Anhängen oder zusätzlichen detaillierten Informationen für sachkundigere Leser.
(basierend auf 61 Leserbewertungen)
The Soul Fallacy: What Science Shows We Gain from Letting Go of Our Soul Beliefs
Die meisten Amerikaner glauben, dass sie eine immaterielle Seele besitzen, die den Tod des Körpers überleben wird. In krassem Gegensatz dazu lehnt der aktuelle wissenschaftliche Konsens die traditionelle Seele ab, obwohl diese Schlussfolgerung nur selten öffentlich diskutiert wird. In diesem Buch bricht ein Kognitionswissenschaftler das Tabu und erklärt, warum die moderne Wissenschaft zu dieser kontroversen Schlussfolgerung kommt. Dabei offenbart das Buch die wahrhaft erstaunliche Reichweite und Kraft wissenschaftlicher Forschung, die sich auf Ideen aus der Biologie, Psychologie, Neurowissenschaft, Philosophie und den physikalischen Wissenschaften stützt.
Das Buch ist weit mehr als nur eine Chronik des Niedergangs der traditionellen Seele, es untersucht, woher der Glaube an die Seele kommt, warum er kulturell und historisch so weit verbreitet ist, wie die Kognitionswissenschaft eine naturalistische Alternative zu religiösen Vorstellungen vom Geist bietet und wie die Behauptung der Existenz einer Seele einem wissenschaftlichen Anspruch gleichkommt.
Obwohl die neue wissenschaftliche Sichtweise des Menschseins radikal von den traditionellen religiösen Vorstellungen abweicht, zeigt der Autor, dass eine kohärente, sinnvolle und einfühlsame Einschätzung dessen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein, intakt bleibt. Er argumentiert, dass wir nichts verlieren, wenn wir unsere Seelenglauben loslassen, und dass wir sogar etwas gewinnen können.
Das gesamte Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Wissenschaft und Vernunft. Es bietet auch eine zeitgemäße Antwort auf die jüngsten Behauptungen, dass die Wissenschaft die Existenz der Seele und des Lebens nach dem Tod unterstützt.