Der seltsame Tod des liberalen Englands: 1910-1914

Bewertung:   (4,6 von 5)

Der seltsame Tod des liberalen Englands: 1910-1914 (George Dangerfield)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch erforscht den Niedergang der Liberalen Partei im England des frühen 20. Jahrhunderts inmitten verschiedener sozialer Bewegungen und Umwälzungen. Dangerfields Schreibstil wird für seine Lebendigkeit und Tiefe gelobt, doch einige Kritiker bemängeln vor allem die dichte Sprache und die nostalgische Perspektive.

Vorteile:

Fesselnder und lebendiger Schreibstil, der die Geschichte zum Leben erweckt.
Bietet eine tiefgreifende Analyse wichtiger historischer Ereignisse wie der Tory-Rebellion und der Suffragetten-Bewegung.
Anerkannt als Pflichtlektüre für das Verständnis der politischen Veränderungen dieser Zeit.
Von mehreren Lesern als eines der besten Geschichtsbücher hoch gelobt.

Nachteile:

Einige Leser fanden die Sprache des Autors schwierig und das Buch anfangs schwer zugänglich.
Kritisiert wurde eine düstere Sichtweise historischer Ereignisse, die von anderen Historikern bestritten wird.
Einige Nutzer berichteten von Problemen mit der Buchqualität bei älteren Exemplaren.
Der Epilog entsprach nicht den Erwartungen der Leser und konzentrierte sich stattdessen auf ein nicht verwandtes Thema.

(basierend auf 16 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Strange Death of Liberal England: 1910-1914

Inhalt des Buches:

Im Mittelpunkt dieses Buches steht das Chaos, das England am Vorabend des Ersten Weltkriegs überkam. Dangerfield verwebt die drei wilden Stränge der irischen Rebellion (der Rebellion in Ulster), der Suffragettenbewegung und der Arbeiterbewegung zu einem lebendigen Bild des Geisteszustands und der drängendsten sozialen Probleme im damaligen England.

Das Land bereitete sich schon damals auf den Eintritt in das zwanzigste Jahrhundert und den totalen Krieg vor. Dangerfield argumentiert, dass zwischen dem Tod von Edward VII. und dem Ersten Weltkrieg eine beträchtliche Lücke in der englischen Geschichte klafft.

Er stellt fest, dass das Jahr 1910 ein Meilenstein in der englischen Geschichte war.

Im Jahr 1910 flammte der englische Geist auf, so dass das liberale England Ende 1913 in Schutt und Asche lag. Aus dieser Asche entstand ein neues England, in dem der wahre Vorkriegsliberalismus durch Freihandel, eine Mehrheit im Parlament und die Zehn Gebote gestützt wurde, aber die Illusion des Fortschritts schwand.

Das extravagante Verhalten des Nachkriegsjahrzehnts, stellt Dangerfield fest, hatte schon vor dem Krieg begonnen. Der Krieg hat alles beschleunigt - in der Politik, in der Wirtschaft, im Verhalten - aber er hat nichts ausgelöst. George Dangerfields wunderbar geschriebenes Buch aus dem Jahr 1935 war außerordentlich einflussreich.

Kaum ein wichtiger Analytiker des modernen Großbritanniens hat es nicht zitiert und sich das Verständnis zunutze gemacht, das Dangerfield vermittelt. Diese Ausgabe kommt zur rechten Zeit, denn das Jahr 2010 hat eine endgültige Wiederauferstehung der liberalen Macht mit sich gebracht. Seit den Parlamentswahlen im Juli 2010 liegt die Regierung des Vereinigten Königreichs in den Händen einer Koalition aus Konservativen und Liberaldemokraten.

Der stellvertretende Premierminister ist der Vorsitzende der Liberaldemokratischen Partei - der direkten Nachfolgerin der alten, von Dangerfield geprüften Liberalen Partei. Fünf liberaldemokratische Abgeordnete wurden in das Kabinett berufen, und in allen Ministerien der Regierung sind liberaldemokratische Minister vertreten.

Nach jahrzehntelanger Abwesenheit von der Regierungsmacht scheint der Liberalismus mit aller Macht zurück zu sein.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781412842150
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2011
Seitenzahl:464

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