Bewertung:

Das Buch „Making Sense of Pakistan“ bietet einen differenzierten Blick auf die Identität und die internen Konflikte Pakistans, obwohl die Meinungen über die Qualität der Recherche sehr unterschiedlich sind. Während einige Leser es für aufschlussreich und gut recherchiert halten, kritisieren andere, dass es an historischer Forschung und Objektivität mangelt, was zu einseitigen Interpretationen führt.
Vorteile:Das Buch wird dafür gelobt, dass es originelle und neue Perspektiven auf die politischen und sozialen Fragen Pakistans bietet. Einige halten es für gut recherchiert und geben wertvolle Einblicke in die internen Konflikte und ideologischen Verwerfungen des Landes. Es ist eine gute Quelle, um die Komplexität der pakistanischen Identität zu verstehen.
Nachteile:Kritiker bemängeln, dass das Buch parteiisch und nicht gut recherchiert ist, und weisen insbesondere auf die fehlende historische Analyse des Autors hin. Einige Rezensenten sind der Meinung, dass die dargestellten Interpretationen den Leser in die Irre führen können und dass die verwendete Sprache schwer verständlich sein kann.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Making Sense of Pakistan
Pakistans Wandel vom vermeintlichen Modell der muslimischen Aufklärung zu einem Staat, der nun von einer islamistischen Machtübernahme bedroht ist, ist bemerkenswert. Viele erklären den Wandel mit der umstrittenen Partnerschaft Pakistans mit den Vereinigten Staaten seit dem 11. September 2001; andere sehen ihn als Folge der langen autoritären Herrschaft Pakistans, die liberale Meinungen an den Rand gedrängt und den Aufstieg einer religiösen Rechten ermöglicht hat.
Farzana Shaikh argumentiert, dass der Niedergang des Landes in erster Linie auf die Unsicherheit über die Bedeutung Pakistans und die Bedeutung des "Pakistanisch-Seins" zurückzuführen ist. Dies hat einen Konsens über die Rolle des Islams in der Öffentlichkeit vorweggenommen und die Ausbreitung des politischen Islams gefördert. Sie hat auch die Kluft zwischen persönlicher Frömmigkeit und öffentlicher Moral vergrößert, die wirtschaftlichen Grundlagen des Landes korrumpiert und sein soziales Gefüge zerrissen. Noch bedrohlicher ist, dass sie zu einer neuen und gefährlichen Symbiose zwischen den mächtigen Streitkräften des Landes und muslimischen Extremisten geführt hat.
Shaikh zeigt, wie die Ideologie, die die indisch-muslimische Politik in den Jahren vor der Teilung 1947 einschränkte, ihre Spuren hinterlassen hat, und nutzt geschickt die Erkenntnisse der Geschichte, um Pakistans unruhige Gegenwart besser zu verstehen.