Bewertung:

Das Buch erhält gemischte Kritiken. Ein Rezensent kritisiert, dass es sich auf ein altes Drehbuch stützt und dadurch von dem ernsten Thema ablenkt. Ein anderer Rezensent schätzt die Herangehensweise der Autorin an die Aufarbeitung kontroverser Prozesse, die sowohl die sachliche Genauigkeit als auch die kreative Rekonstruktion betont. Es werden jedoch Bedenken hinsichtlich der ethischen Implikationen der Darstellung realer Fälle geäußert.
Vorteile:Das Buch verbindet eine gut lesbare Erzählung mit detaillierten Berichten und einer phantasievollen Rekonstruktion der Jury-Beratungen. Es beleuchtet einen bedeutenden Prozess, bei dem es um die Todesstrafe in Texas ging, und kritisiert den Umgang des Justizsystems mit Beweisen und Fällen. Der Autor versucht, den Leser trotz der komplexen und schweren Materie bei der Stange zu halten.
Nachteile:Ein Rezensent hält das Buch für dilettantisch und ethisch fragwürdig, weil der Autor Dialoge und Figuren aus dem Drehbuch „Zwölf wütende Männer“ aus den 1950er Jahren verwendet. Es wird kritisiert, dass die Darstellung der Beratungen der Geschworenen schlecht entwickelt ist und es der Gesamtdarstellung an Tiefe fehlt, insbesondere angesichts der Schwere des realen Falles.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
The Skeptical Juror and the Trial of Cameron Todd Willingham
Cameron Todd Willingham weigerte sich, zu seiner eigenen Hinrichtung zu gehen. Er war unschuldig, und so trugen ihn die Wärter im texanischen Todestrakt in den Tod.
Er starb für das Verbrechen der Brandstiftung, weil er seine eigenen drei kleinen Kinder in den Flammen umbrachte. Der skeptische Geschworene untersucht das Verbrechen und den Prozess anhand von Protokollen und Gerichtsdokumenten und gibt einen fiktiven Einblick in die Beratungen der Geschworenen in einem so aufsehenerregenden Fall.
Im Abschnitt über die Folgen des Verbrechens werden neue Erkenntnisse der Brandstiftungsforschung untersucht, die zeigen, dass Willingham möglicherweise unschuldig war. Er könnte der erste nachweislich unschuldige Mensch sein, der in Amerika hingerichtet wird.